Montag, 23. Dezember 2013

Weihnachtsgrüße

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Vogt, lieber Herr Conrad, hallo Benny

wir, die NWO-Observer der Abteilung 23, möchten euch alles Gute zum bevorstehenden Weihnachtsfest wünschen und freuen uns auf eine weitere erfolgreiche Kooperation im neuen Jahr. Ihr und eure Unternehmungen seid der Garant für unseren Job und sorgt dafür, dass dieser sogar manchmal sehr lustig sein kann.

Viel Erfolg wünschen wir Herrn Prof. Dr. Vogt für sein neues altes Internet-TV-Projekt und möchten an dieser Stelle anmerken, dass wir es sehr löblich finden, dass Sie, Herr Prof. Dr. Vogt, die ganzen Esoteriker, Scharlatanen und Pseudowissenschaftler einladen, um in einer Gruppentherapie gemeinsam mit Ihnen den negativen Psiram-Eintrag zu verarbeitet.

Herrn Conrad gebührt Dank für die alljährlichen Opfergaben an das morphogenetische Feld. Dieses Ungetüm zu füttern bedarf nicht nur Mut, sondern auch eine gewisse Ausdauer darin, sich jedes mal aufs Neue zum Scheitern verurteilte Projekte auszudenken. Darin sind Sie, Herr Conrad, ein wahrer Meister.

Auch Benny hat unser Lob verdient, kümmert er sich doch als einziger Gründer noch um die verwesenden Reste von GRS. Dein Einsatz auf Facebook, lieber Benny, ist bemerkenswert. Neben einer Flut von Mitgliedsanfragen von irgendwelchen Deppen, erreichen dich auch noch solche von Kredithaien, welche du mit bedacht auswählen und freischalten musst. Dazu kommt noch der ständig Kampf gegen die Realität. Mit Bravur hältst du diese von der Facebookgruppe fern. Respekt!

Wir haben uns erlaubt beim Universum ein kleines Geschenk für euch zu bestellen, welches sicher bald eintreffen wird.

Also nochmals alles Gute, immer die richtigen Schwingungen und viel Konfliktfreiheit

wünscht Wilki und das gesamte Team 23


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Sehr geehrter Herr Storr,

viele liebe Grüße von der Armada der Internetchaoten zum bevorstehenden Weihnachtsfest und die besten Wünsche für das neue Jahr.

Ihr Auftreten und vor allem die Beiträge auf Ihrer Webseite haben der NWO viel Geld erspart, da die gesamte Abteilung “Chemtrailgläugige lächerlich machen” eingespart werden konnte. Besser, als sie es bereits mit den Beiträgen auf Ihrer Webseite machen, hätten wir das nie hin bekommen.

Dafür gebührt Ihnen unser Dank. (Ausgenommen die ehemaligen Mitarbeiter der Abteilung “Chemtrailgläugige lächerlich machen”. Die sind irgendwie sauer auf Sie.)

mit sauberen Himmelsgrüßen

Wilki

PS: Auch vom sauberen Stammtisch Ganymed erreichen mich Glückwünsche für Sie, welche ich hiermit weiterleiten möchte. Lord Stultissimus fragt nach, ob es eventuell im kommenden Jahr mit einem Vortrag von Ihnen in der kleinen Taverne auf Ganymed klappt. Sie wollten doch noch das Chemtrailhandbuch zusammen mit Jörg Lorenz besprechen. Herrn Lorenz channeln wir live dazu. Er hat bereits zugesagt.

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Halleluja Peter der Große, 

Zum kommenden Weihnachtsfest wünsche ich Ihnen, Peter Sohn des Horst, und der gesamten ehemaligen FDJ-Kreisleitung in Wittenberg alles Gute.
Ich möchte mich noch persönlich bei Ihnen bedanken. Nur durch Sie habe ich diesen super Posten als bezahlter Schreiberling beim Verfassungsschutz bekommen. Ich hoffe, dass Sie noch eine Weile durchhalten, denn ich muss noch meinen Sportwagen, meine Jacht und mein Villa an der Côte d’Azur abzahlen. Aber das schaffen Sie schon.

Ich bewundere ja, wie Sie keine Angst vor der Individualität der Menschen haben. Beeindruckend, wie Sie diese Individualität am Schopfe packen und aus dem Königreich verbannen. Beispiellos, wie Sie Ihre eigenen Bedürfnisse denen des Königreichs gleichsetzen und Ihre eigenen Vergehen zur Staatsangelegenheit erklären.

Möge der Schöpfer mit Ihnen sein und mögen sich weiterhin ein paar Deppen finden, die Ihre Unternehmungen mit dem Tausch von Euros in Ihr Spielgeld Engel unterstützen.

Wilki
Indrigator Adumbratus

PS: Sie haben meine Fragen noch nicht beantwortet.

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Asana Mahatari channelt totalen Quatsch

Was muss ich hier lesen? Seltsame Lichterscheinungen am Himmel? 
"... Der ganze Himmel ist in Gelb/Weiß/Orange getaucht – unwirklich, jedoch wahr..."
Zum Glück weiß Asana Mahatari die Antwort darauf:
"...Ich bin ASANA MAHATARI und ich bestätige somit die Tatsache, dass hier ein „Probelauf“ eines 5D-Hologramms stattgefunden hat, das wie eine „Lichtglocke“ über euer Erfahrungsfeld gesenkt wurde..."
Was denn, keine Chemtrails sind schuld? Nein, DAS glaube ich jetzt wirklich nicht. Da muss sich Asana geirrt haben, denn komische Dinge am Himmel sind immer, ja wirklich immer und einzig wahrhaftig auf die Sprüherei  zurückzuführen. Das ist Gesetz und außerdem anwaltlich bestätigt.

"Also", hab ich zu mir gesagt, "Wilki, wozu bist du denn ein Medium. Frag einfach den Lord." Und das tat ich dann auch.

Hier seine, wie immer, professionelle Antwort, welche die einzige gültige Wahrheit überhaupt darstellt:


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Ich bin Lord Stultissimus und ich bestätige die Tatsache das Asana Mahatari zu viele Mata Hari getrunken hat und somit totalen Quatsch erzählt.


 Es war nicht der Probelauf irgendwelcher 5D Hologramme, was ihr da gesehen habt, sondern die Weihnachtsbeleuchtung von Gott. Wie jedes Jahr wird das Himmelstor von Sananda und Salusa geschmückt. Die beiden stehen auf so blinkende Lichter und den ganzen Kitsch, doch haben sie von Technik keine Ahnung. Ich sage euch, jedes Jahr das gleiche Spiel. Sobald die vollkommen übertriebene Lichttechnik installiert ist, schließen Salusa und Sananda dies an den freien Energiegenerator an und vertauschen dabei die Pole. Dadurch kommt es logischerweise zum Polsprung und aufgrund der falsch eingestellten Schumannfrequenz verliert der Generator die Verbindung zum Synchronisationsmittelstrahl und verursacht somit einen Kurzschluss in der ätherischen Matrix. Einfach gesagt, die Lichterkette leuchtet kurz auf, um anschließend funkensprühend zu verdunkeln. Das kurze Aufleuchten war das, was ihr gesehen habt. Also nix mit 5D Kino.

Vergesst bitte auch das Ganze mit dem Aufstieg. Es gibt nicht mehrere Varianten, es gibt nicht mal eine einzige Variante. Wir haben im Moment keinen Nerv für euch. Die Vorbereitungen, welche wir getroffen haben, betreffen unser Weihnachtsfest und haben mit euch nichts zu tun. Ist so schon stressig genug. Sananda hat bald Geburtstag und wir müssen uns noch eine Ausrede einfallen lassen, warum wir nicht zu seiner Party kommen. Ich, Lady Nada und Ebriosus haben nämlich keine Lust auf diesen Kindergeburtstag mit Krippenspielen. Außerdem müssen wir uns da jedesmal seine Geschichte anhören, wie man ihn kurz nach der Geburt in eine Futterkrippe gelegt hat, er fast von einer Kuh namens Herodes gefressen wurde und nur überlebt hat, weil 3 Typen in Morgenröcken ihn rechtzeitig gefunden haben. Oder so ähnlich. Weiß nicht mehr so genau.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Was gewesen war - Wilki schaut zurück

Eigentlich könnten sie uns leidtun, all die Esoteriker, Freigeister, Reichsbürger, also die gesamte Gemeinschaft der Erwachten. Egal was sie sich auch vornehmen, egal was sie auch anfassen, es funktioniert einfach nicht. Der Weltuntergang letztes Jahr zum Beispiel. Wie hat man sich da gefreut. Juhu endlich werden wir alle sterben, hat man gejubelt. Und dann? Was war passiert? Oh, wie überraschend. NICHTS. Moment! Werden jetzt einige sagen. Die Welt sollte ja gar nicht untergehen. Das haben wir alle nur falsch verstanden. Wir, die Schlafenden und nicht Hellsichtigen, die falsch Schwingenden und Kronenchakragestörten haben es nur nicht begriffen, dass damit ja ein neuer Anfang und der große Aufstieg nach 5D gemeint war. Was soll man da drauf antworten? Muss wohl ein sehr langer und beschwerlicher Aufstieg sein, denn bisher ist noch keiner oben angekommen. Oder aber niemand zurück gekehrt um davon zu berichten. Ich hätte ja wenigstens erwartet, dass die Aufstiegsgurus und Transformationslehrer aufgrund ihres übersinnlichen Wissens und Könnens schon längst neben Gott am Kapitänstisch des Traumschiffs 5D speisen. Aber reden wir nicht mehr darüber. Was bleibt? Nur die Feststellung, dass der ein oder andere Prophet nach dem ausgefallenen Weltuntergangsaufstieg sich eine neue Einkommensquelle suchen musste. Eigentlich würde man ja meinen, dass dies nicht allzu schwierig sein dürfte, bedient man doch eine sehr leichtgläubige Gemeinde, denen man so ziemlich jeden Schwachsinn als die Wahrheit schlechthin verkaufen kann. Doch wenn man sich Broers so ansieht, wie er fast schon depressiv sein Leid klagt,  scheint es wohl doch nicht so leicht zu sein, so einen Coup zu wiederholen.

Zum Thema leichtgläubige Gemeinde fällt mir gerade der Aufbruch ein. Wie? Ihr wisst nicht was ich meine. Der Aufbruch! GRS! Gold, Rot Schwarz! Die Alsfelder Beschlüsse! Klingelt es jetzt? Nein? Vielleicht so, ich meine Bennys private Facebookgruppe voller freigeistiger esoterischer Kochrezepte mit einem ordentlichen Schuss an braunen Gewürzen. Seht ihr, jetzt dämmert es. Auffällig an dieser Gruppe war und ist, dass hier ständig Sachen geteilt werden, die man für total neu und schockierend aufklärend hält, die aber bereits die Staubschicht von mehreren Jahren angesetzt haben oder schlicht einer Satireseite im WWW entstammen. Aber auf dem GRS-Flohmarkt findet sich wohl für fast alles ein Abnehmer, sei es auch noch so sinn- und nutzlos. Oder aber auch gerade deswegen. Damit das Niveau der Seite auch da bleibt, wo es hingehört, nämlich ganz unten im Keller, gibt es Benjamin. Nein nicht der Elefant, der kommt später. Bitte mehr Ernst, dass ist nicht lustig. Mit der Sensibilität eines Bulldozers managt er die Gruppe und sortiert akribisch alles aus, was seiner kleinen, von Paranoia geprägten Welt gefährlich werden könnte.

Man glaubt es ja kaum, aber es gab mal passend zur Facebookseite ein riesiges megagroßes Projekt mit gigantischer Außenwirkung, einer breiten gesellschaftlichen Debatte, einem Manifest der Dämlichkeiten und ein ganzes Team geballter Kompetenz. (Sobald ich rausgefunden habe, auf welchem Gebiet diese Kompetenz vorliegt, werde ich diese Information selbstverständlich nachreichen.) Aber das war mal, denn inzwischen ist der gute Benny der Einzige der die Fahne, zwar verkehrt herum, aber immerhin noch hochhält. Das war mal anders. Die Älteren unter uns, werden sich sicher daran erinnern. Für die Jüngeren sei gesagt, ja wirklich, am Anfang gab es noch ein echtes Team. Jo, Vogt und die Beckers bezeichneten sich - als die Einnahmen aus den Konferenzen noch sprudelten - gern als die Gründer, Vordenker und Organisatoren. Doch das ist schon lange her. Was war passiert. Taschentücher raus, jetzt wird es ein wenig traurig. Denn, lieber Leser, GRS ist verstorben. Auch wenn der Benny es nicht wahrhaben will und diese Tatsache gern verdrängt, so ist es dennoch Realität. Dieses freigeistige Kind hat bereits Anfang des Jahres 2013 das Zeitliche gesegnet und wurde in der morphogenetischen Familiengruft neben dem „Fürstentum“ und „Verfassung Jetzt“ bestattet. So jung musste es sterben, doch wen wundert’s. Gezeugt vom Medien Michael im Vollrausch des burschenschaftlichen Manifestes und ausgetragen von Jo, der vermutlich das Taxi zur Entbindung selbst gefahren hat, war ihm kein guter Start in dieses viel zu kurze Leben vergönnt. So wurde es von der Geburtshelferin Medi schon wenige Monate nach der Geburt im Namen des weiblichen Prinzips kastriert und von einer Basis alternativer Gruppen, welche sich unter den kleinsten gemeinsamen Nenner der Alsfelder Beschlüsse vereinigen sollten, zur simplen Plattform, welche man einfach nur zur Verfügung stellt, degradiert. Nach dieser Aktion nahm Medi ihren Mann und beide nahmen Reißaus und waren nimmer gesehen. Es bricht mir das Herz, wenn ich daran denke, dass dieses sterbende Kind von Papa Vogt und Mama Jo so allein gelassen wurde. Vernachlässigt und unter Vorenthaltung der für dieses Kind doch so lebenswichtigen Nährstoffe, wie Basisdemokratie und Transparenz, musste es zu allem Überfluss dazu, im Kreise von ein paar übergebliebenen Verwirrten seinen letzten Gang antreten. Das Sommerfest diesen Herbst könnte man fast schon als Leichenschändung betrachten.  Eine Schande ist das. Einzig der gute Patenonkel Benny kümmerte sich rührend um das Kind und hielt die böse Realität von ihm fern. Deswegen fällt es ihm auch sicher so schwer loszulassen. Mach es dir nicht so schwer Ben. Kopf hoch und nach vorne blicken. Inzwischen sorgt er sich ja wieder um sein neues altes Baby mit dem wohlklingenden Namen "Friedliche Lösungen" und vertickt seinen keltisch-druidischen Bekennerausweis. Praktisch, dass er dafür die Mailingliste von GRS nutzen kann. Das nenne ich Recycling. Dann muss man die nicht wegschmeißen. Wäre ja schade drum.  

Ach ja das Forum gibt es auch noch. Aber das ist eine andere Welt. Quasi ein kleiner Stützpunkt auf einer noch kleineren Trauminsel, die komplett von der Außenwelt abgeschnitten ist. Ich schau da ab und an vorbei. Die haben sich da zwar schon gewundert, warum sich keiner mehr meldet, aber ansonsten sind die komplett ahnungslos. Lassen wir es dabei. Der Schock wäre sonst zu groß.

Jo kümmert sich inzwischen um die Probleme anderer Kinder und versaut damit deren Leben und Vogt entwickelt sich zum Kämpfer gegen den bösen Skeptizismus und versucht mit Unterstützung der Volksfront vom Kulturstudio die Betreiber von Psiram zu erjammern. Bisher ohne Erfolg, aber daran dürften er und seine Verbündeten ja gewöhnt sein. Das ist auch etwas, was ich nicht verstehe. Da vereinigt man schon die gesamte erwachte Spiritualität auf seiner Seite, praktisch die Crème de la Crème der Hellsichtigkeit, und dennoch ist es bisher niemanden gelungen die Namen und Adressen der Psiram-Autoren in der eigenen Kristallkugel zu entziffern. Keine guten Referenzen, oder? Entweder man versteht vom eigenen Handwerk nicht allzu viel oder es wirkt ein mächtiger Schutzzauber. Dunkle Magie, welche die geistigen Botschaften mit mindestens 128-Quantenbits verschlüsselt. Wenn der Vogt wüsste, dass wir alle eine Voodoo Puppe von ihm haben und immer, wenn er irgendwo öffentlich spricht, diese mit tausenden Nadeln regelrecht zerstechen. So entlocken wir ihm pro Stich immer ein “Ähm” oder “Öh”. Oh ja, wenn er das wüsste, dann hätte er wieder einen neuen Grund zum Jammern.

Doch schauen wir mal in eine andere Anstalt. Was ist eigentlich mit dem König der Erleuchteten los. Der ganze Prunk ist inzwischen verflogen und einzig bleibt die Erinnerung an das Comedy Highlight 2012, die Krönungszeremonie. Er konnte daran nie so richtig anknüpfen und so wird es wohl ein One-Hit-Wonder bleiben. Er hat sich inzwischen umbenannt in ….tataaa … Imperator Fiduziar. Hoch offiziell, versteht sich. Weil Fiduziar so ähnlich klingt wie Fitzek und Fiduziar Fitzek, wenn es in jubelnden Sprechchören ihm zu Ehren millionenfach entgegenschallt, ein echter Zungenbrecher wäre, hat er sich entschlossen letzteren wegzulassen und hört ab sofort nur noch auf Peter. Da es davon sicherlich viele gibt, wird dies ergänzt durch den Zusatz “Sohn des Horst”. Dies hat auch gleich einen viel royaleren Klang. Sollte er mal wieder staatsmännisch in diplomatischer Mission unterwegs sein und den Herrscher der Nachbarburg besuchen, so beeindruckt ein solcher Name doch weitaus mehr. Denn wenn er klopfend vor dem Burgtor steht und der dortige Türsteher von der Burgmauer herunter ruft: “Wer begehret Einlass?”, so kann der königliche Souverän mit schallenden hallensischen Dialekt zurückrufen. “Ich! Peter, der Sohn des Horst”. Schon wird sich das Tor für Ihn öffnen. Vermutlich aber nicht aus Respekt, sondern weil man der Annahme ist, dass das Arbeitsamt endlich den neuen Hofnarren geschickt hat.

Inzwischen kämpft der Imperator auf immer mehr Schlachtfeldern. Man findet ihn zunehmend in den Klatschspalten der Boulevardpresse und natürlich vor Gericht. Denn sein Lieblingskampfsport ist nun mal die Juristerei. Doch musste er erst kürzlich gerade auf diesem Gebiet mehrere Niederlagen einstecken und wurde sogar zu einer Haftstrafe verurteilt. Nein, nicht wegen seines Königreiches oder weil er das System kritisierte - er wurde wegen Fahrens ohne Führerschein verknackt. Da so was nun ein bisschen doof ist für einen Revolutionär seines Kalibers, ging es, wie sollte es anders sein, in Wirklichkeit nicht um das ein oder andere Vergehen im Straßenverkehr. Es ging, zumindest in der Realität des Imperators, um viel größere Sachen. Zum Beispiel um die Anerkennung seines selbstgebastelten Führerscheins mit VIP Sonderbefugnissen. Das sollte man nicht unterschätzen. So was ist ein wichtiger Schritt im Prozess der Anerkennung eines Staates. Wird erstmal die Fahrerlaubnis akzeptiert, dann ist die Vollmitgliedschaft in den Vereinten Nationen nur noch reine Formsache. Der Richter hat dies selbstverständlich begriffen und deswegen seine Hohlheit verurteilt, damit dieser in Berufung gehen kann und eine noch viel höhere richterliche Anerkennung seines Staates bekommt. Das wird immer so weiter gehen. Bis zum „Jüngsten Gericht“. Da könnt ihr einen drauf fahren lassen.

Apropos fahren lassen. Ein fahrender Zirkus will sesshaft werden und sucht für Benjamin Blümchen und seine Kumpels – nein diesmal meine ich nicht den Benjamin von GRS – eine feste Bleibe. Den Elefanten will der König jetzt Asyl gewähren und diesen eine neue Heimat in seinem Staatsgebiet geben. Das soll Besucher ins Königreich locken und offenbart, dass auch er inzwischen seinen eigenen Laden für einen blanken Zirkus hält. Ob es funktioniert? Keine Ahnung, aber ich würde denken, wenn er einen Duty-free-Shop im Einreisebereich seines Krankenhauses eröffnet und billig Kippen und Schnaps steuerfrei vertickt, werden garantiert mehr Besucher kommen. Das würde dann sogar noch Geld in die Staatskasse spülen, was auch bitter nötig ist. Denn nicht nur aufgrund von alten Verbindlichkeiten, sondern auch wegen der Zwangsgelder in Millionenhöhe durch die Bafin, dürfte die Pro-Kopf-Verschuldung im Königreich um ein vielfaches höher sein, als die der Bundesrepublik. Vielleicht akzeptiert die Bafin ja auch Engel. Sollte er mal nachfragen. Dann könnte Saskia den Drucker der Königlichen Reichsbank anschmeissen und im Dienste des Monarchen die Schulden quasi wegdrucken. 1-Millionen-Engel-Scheine oder auch 1-Billionen-Engel-Scheine - die Bafin kann sicher rausgeben.

Wenn alles schief läuft, bleibt dem Peter ja noch sein Eldorado in Paraguay. Immerhin steht er dort in diplomatischer Beziehung mit irgendwem und kennt den Bruder der Frau eines Typen, der mal neben einem Abgeordneten im Bus gesessen hat persönlich. Er begleitet dort Projekte, die vermutlich ohne sein Zutun entstanden sind und auch ohne sein Zutun laufen. Alles im Interesse der dort lebenden Einheimischen, welche von deutschen Einwanderern vertreten werden. Wissen die eigentlich, dass der Peter hierzulande ein total erfolgreicher Geschäftsmann war? Ich stell mir außerdem gerade das Gesicht der lokalen Politiker vor, wenn der Imperator mit einem Koffer voller harter Engel ankommt, um das ganze finanziell zu unterstützen. Dafür können die sich ja dann Traumfänger im Internet bestellen, um den Traum vom reichen deutschen Investor noch ein wenig festzuhalten.

Ich bin auf alle Fälle gespannt, was das nächste Jahr so bringen wird. Wird Jo ein neues Projekt starten, welches er dem morphogenetischen Feld opfern kann um es milde zu stimmen? Betritt Jessie erneut die Bühne des Freivongeist-Theaters und sorgt dafür, dass das Fürstentum wieder handlungsfähig wird? Wird Benny seine Trauer überwinden können und GRS hinter sich lassen? Wird Johanne merken, dass sie die Einzige in Bens Facebookgruppe ist, die noch vom Aufbruch spricht? Wird Fitzek der neue König vom Trakt 13 der JVA oder flüchtet er auf Elefanten reitend ins Exil? Bekommt Michael Vogt den entscheidenden Hinweis zu Psiram oder erlaubt man ihm endlich wie wild in der Wikipedia zu editieren? Wird man die Beckers finden?

Wir werden sehen!

Donnerstag, 28. November 2013

Achtung, der Aufstieg hat noch nicht stattgefunden. Bitte weiterchanneln. Jeder bleibt wo er ist.

Ich bin Lord Stultissimus, ehemaliger, aufgrund von nicht durch mich verschulteter Zwischenfälle (http://derwilki.blogspot.de/2012/12/21122012-die-wahre-geschichte-des.html) am 21.12.2012 degratierter  Aufstiegsverantwortlicher und nun Mädchen für alles im Dienste des Herren.

Ja es ist wahr, die ersten von euch sind bei uns eingetroffen. Doch der Aufstieg hat noch nicht begonnen. Hier ist nix fertig. Wir mussten schnell die 5D-Notunterkunft schaffen, da die eigentliche 5. Dimension, wie ihr wisst, zerstört wurde und bisher noch keiner Bock hatte was Neues zu bauen. Die Notunterkunft ist zwar nur der Kohlenkeller von Gaia, aber so auf die Schnelle ist es ganz ordentlich geworden. Hat ja niemand mit Euch gerechnet. Das ihr auch immer uneingeladen auftauchen müsst.

Ok, was soll`s. Jedenfalls stand eines Abends plötzlich ein Trupp Verwirrter vor dem Himmelstor und ich habe den Eindruck, dass Gott selbst irgendwie überrascht war. Er ließ es sich zwar nicht anmerken, aber ich kenne ihn gut genug um das zu merken. War ja auch gar nichts vorbereitet und Gott saß schon im Schlafenanzug vor dem Fernseher und hat „Ein Engel auf Erden“ geschaut. Essen war auch kaum noch im Kühlschrank und so musste der Erzengel Raphael erstmal zur Freien-Energie-Tanke und ein paar Packen Tiefkühllicht holen und einen Kasten 'IW Hlq damit wir uns die Gäste schön saufen können. Lady Nada hat dann schnell das Licht in der Skalarwelle aufgetaut und Salusa, der Trottel sollte es eigentlich den Besuchern bringen, doch stolperte er und so waren die Gäste von oben bis unten mit Licht bekleckert. Die Flecken kriegst du nie wieder raus, sag ich euch. Gott meinte nur, wir erzählen einfach, dass dies so sein muss und das es hier normal ist, dass so viel Licht durch die Gegend fliegt. Na super, Salusa darf wieder Mist bauen und Gott bügelt es aus. Nur bei mir, Lady Nada und Lord Ebriosus  hat das immer weitreichende Konsequenzen, wenn es mal nicht ganz so gut läuft.

Die Leute störte das mit dem Licht aber auch überhaupt nicht. Die haben sich sogar noch gefreut und faselten irgendwas von so viel schönes Licht und Liebe. Liebe? Also um das mal klarzustellen. Liebe gibt es nur gegen Energieausgleich auf der Venus am Hügel und nicht im Himmelsreich. Gott ist eher prüde und duldet so was nicht. Zum Glück gibt es auf Ganymed in der kleinen Taverne ein Hinterzimmer. Da verzieh ich mich immer mit Lady Nada. Ha, von wegen Gott sieht alles. Er hat davon noch nichts mitbekommen und Sananda erzählen wir davon nichts. Der petzt ja immer bei seinem Papi. Was für ein Mutter… ähm Vatersöhnchen.

Ok also jedenfalls war Gott von der geforderten Liebe der Ankömmlinge nicht gerade begeistert und meinte leise zu mir: „Wir müssen sehen, dass wir die wieder los werden.“ Und da hatte ich die Idee von den Himmlichen Chören. Ihr müsst wissen, die sind sooo schlecht, aber so was von schlecht, da nehmen sogar Gehörlose Reißaus, wenn die anfangen ihre Lieder anzustimmen. Hat aber bei den Neuen nicht funktioniert. Die fingen sogar an mitzusingen und man glaubt es kaum, aber wir durften erfahren, dass es sogar noch schlechter geht, als es die Himmlichen Chöre zustande bringen.    

Da hätte ich mal ne Frage. Habt ihr versuchsweise die Volldeppen als erstes geschickt? So zum Testen? Das was hier ankam, kann ja unmöglich eure Elite sein. Wenn ja, dann grault es mir vor dem Rest. Wir haben dann alle erstmal zu Gaia geschickt. Die Mutter Erde hat jede Menge Platz. Sie war zwar nicht gerade begeistert, aber hatte dann doch keine Wahl. Was noch dazu kommt, der ganze Haufen ist nicht mal durchgeimpft. Eh Leute denkt ihr, wir haben Lust, dass ihr hier wieder längst ausgerottete Seuchen einschleppt.  So haben wir den Trupp vorerst in den Keller in Quarantäne gesperrt und nun müssen wir beraten, was wir mit denen machen und wie wir verhindern, dass noch mehr ankommen. Heute kommt erstmal der Amtsengelarzt zum Impfen und Entgiften. Das ganze homöopathische Zeugs muss raus. Jede Menge gefährliche Hochpotenzen schlummern da in euch.   

Was ganz lustig ist, wie ein paar Zombies latscht ihr immer zum Licht. Gaia hat vorsichtshalber ein zusätzliches Schloss an ihrer Speisekammer angebracht. Nur zur Sicherheit, meinte sie. Nicht dass die Gäste ihr die ganzen Vorräte aufessen. Sie hat echt leckere Sachen da. Licht, 500 Jahre alt und gut abgehangen. Köstlich.

Wir haben jetzt erstmal ein Schild an die Tür unserer kleinen Taverne gehängt. Da steht drauf: „Erwachte müssen draußen bleiben!“. Man weiß ja nie. Am Ende tauchen die hier auch noch auf und die Taverne auf Ganymed, dass ist unser Heiligtum. Da brauchen wir keine Lichtzombies auf der Suche nach dem Geltungsbereich der 10 Gebote.

Ich bin Lord Stultissimus und ich sage euch, der Aufstieg hat noch nicht begonnen. Es waren nur ein paar verwirrte Verirrte. Bleibt bitte wo ihr seid. Achtung, der Aufstieg hat noch nicht stattgefunden. Bitte weiterchanneln. Jeder bleibt wo er ist. 

Sonntag, 17. November 2013

Stellungnahme Gottes zu Peter Fitzek

Soeben erreichte mich ein Channeling von Lord Stultissimus, welches ich hiermit der Welt mitteilen möchte. Gott ist erzürnt über Peter Fitzek. Warum, kann auf der Reichsdeppenrundschau "Religiöser Fanatismus: Glaubt Peter Fitzek, er sei Gottes Sohn?" nachgelesen werden. Hier die Botschaft Gottes überbracht von Lord Stultissimus dazu:

"Ich bin Lord Stultissimus, ehemaliger oberster Kabalenjäger, ehemaliger Aufstiegsverantwortlichbevollmächtigter und im Moment Fußablage Gottes und Verkünder seiner Botschaft. 

Gott möchte unbedingt mitteilen, dass Peter der Sohn des Horst ist und nicht der Sohn Gottes. Gott stellt hiermit klar, er heißt weder Horst, noch hat er einen Sohn namens Peter. Peter handelt auch nicht im Namen Gottes. Gott ist dieser Peter einfach nur peinlich und er möchte nicht mit dieser Person in Verbindung gebracht werden. 

Denkt wirklich einer ernsthaft, dass der allmächtige Schöpfer von Himmel und Erde es nötig hat, sich solch einen Tro***el als Vollstrecker zu suchen. Gott schnippt einmal mit den Finger und im selben Moment sorgen Blitze dafür, dass seine Feinde zu schwarzen Staub werden. Der einzige Grund warum er dies bei Peter noch nicht getan hat, ist der, dass Gott keinen Bock darauf hat, dass dieser dann vorm Himmelstor steht und rein will. Denn Lucifer hat schon mitteilen lassen: 'Wir sind eine anständige Hölle und haben einen Ruf zu verlieren. Der Fitzek kommt hier nicht rein.' 

Desweiteren teilt Gott mit, er kocht das Jüngste Gericht selber zusammen mit Sananda. Da ändert auch die Tatsache nichts daran, dass der Peter gelernter Koch ist. Viele Köche verderben den apokalyptischen Brei und außerdem wird das Jüngste Gericht sehr blutig und ist somit nicht vegetarisch, sowie sehr heiß und damit keine Rohkost, was den Peter ein weiteres Mal disqualifiziert.

Da, im Gegensatz zu den christlichen Kirchen, das Königreich den geforderten Franchisingvertrag nicht unterschrieben zurück gebetet hat, strebt Gott ein Unterlassungsklagegebet gegen den obersten Souverän an, welches die Verwendung des Engelsgeld untersagt. Gott allein hält die Rechte an der Marke Engel. 

Dieses Channeling ging zeitnah an Peter und wird mit 10 'Vaterunser' und 25 'Ave Maria' berechnet, verteilt auf 3 Tisch- und 5 Nachtgebete, wahlweise auch mit Selbstgeiselung.  

Ich bin Lord Stultissimus und spreche im Namen des Vaters, mein Chef Gott, und des Sohnes, mein Kumpel Sananda, und des heiligen Geistes, ein Fass 'IW Hlq."

Dienstag, 8. Oktober 2013

Eine Ode an den gelernten Koch

Es war einmal ein gelernter Koch, der wollte hoch hinaus.
Er gründete sein Königreich in einem alten Krankenhaus.
Ein Narr zieht andre Narren an, so fiel es ihm nicht schwer,
ein Volk zu finden, was ihm dient. Es wurden immer mehr.

Die Krönung wurde schnell geplant mit allem drumherum .
Pompös die Show, was kost die Welt, es zahlt das Publikum.
Der Ruhm verflog, der Hochmut blieb, das Volk, dass rebelliert.
Der König zürnt und bleiben darf, nur wer bedingungslos pariert.

So schrumpft die Zahl, das Volk lief weg, enttäuscht und fassungslos.
Der König aber in seinem Größenwahn, gibt sich nach Außen groß.
Er, vom Schöpfer auserwählt zur Rettung der ganzen Welt, 
gründet seine eigne Bank und druckt sein eigenes Geld.

Doch kann auch er es nicht verbergen, das er allein zum Staat nicht taugt.
Das planlos er auf Seifenblasen, nur ein Luftschloss nach dem anderen baut.
Jedoch zerplatzen diese für gewöhnlich, so dass am Ende nichts mehr bleibt.
Dahinter sieht man ungefiltert rein gar nichts von der Herrlichkeit.

Verantwortung und Schuld bekennen, ist was der König gar nicht kann.
Drum grübelt er im Kämmerlein und legt sich mit der BaFin an.
Bewusst, dass die den Laden schließen, schreit er laut und brüllt Verrat.
Versagen, nein das war nicht er, dass war der böse Staat.


Vielen Dank für die Vertonung an Anonym.
(siehe Kommentar 11. Oktober 2013 23:33)

Freitag, 20. September 2013

Ein Brief an den König

Sehr geehrter Herr Imperator Fitzekuziar,

ich wollte eigentlich gern einen größeren Betrag auf Ihrer Royalen Reichsbank anlegen. Dachte so an ein paar Hunderttausend. Ich habe ja - genau wie Sie - eine eigene Währung geschaffen und nenne Sie MO(no)PO(ly)-Geld. Den Umtauschkurs hab ich ebenfalls bereits verbindlich festgelegt. 1 MOPO entspricht 1 Engel, dann ist das mit der Rechnerei auch nicht so schwer. Selbstverständlich ist meine Währung mit Sachwerten gedeckt. So besitze ich mehrere Häuser und Hotels u.a. auch auf der Schlossallee. Außerdem gehört mir bereits das Elektrizitätswerk (selbstverständlich mit freier Energie) und der Westbahnhof.  Ich überlegte sogar, diese Sachwerte dem Königreich zu stiften. Wollte Ihnen schon die entsprechenden Karten zuschicken.

Doch dann fiel mir auf: Ich bin ja bereits ein eigener Staat. Ich besitze Staatsgebiet, bestehend aus vielen, im Kreis angeordneter Straßen und Einrichtungen, mit meinen drei Mitspielern verfüge ich auch über ein Staatsvolk und mit der Spielanleitung bin ich im Besitz einer eigenen Verfassung.

Aus diesem Grund wollte Ich Ihnen eigentlich diplomatischen Beziehungen anbieten, doch musste Ich feststellen, dass durch grob fahrlässige Fehler, die Ich hier im Einzelnen nicht benennen möchte, bei der Durchführung der Krönungszeremonie, Ihr Staat keinerlei reichskommissarischen Grundlagen hat und somit illegal ist. Außerdem können Sie bis heute keinen Friedensvertrag mit der Stadt Wittenberg vorweisen. Aus diesen Gründen habe Ich mit meinen drei souveränen Mitspielern beschlossen, Ihr Königreich zu übernehmen. Ich bin nun der Staat und Ich haben die Hoheitsgewalt rechtswirksam und legitimiert auf der Basis einer millionenfach gedruckten Spielanleitung (und nicht einer, in einer Nacht aufgeschriebenen, Phantasie eines einzelnen Mannes) inne und diese haben Sie anzuerkennen. Ob Sie dies anerkennen oder nicht, spielt eigentlich keine Rolle. Es ist so, weil Ich es sage. Sie sind gerade zu verpflichtet diesen, meinen Staat zu dienen. Der hieß früher Königreich Deutschland und nun eben "Dem Wilki sein Staat".

Bevor Sie jetzt in Erwägung ziehen, rechtlich gegen mich vorzugehen, geb ich zu bedenken, dass ich Strafimmunität genieße, da ich im Besitz der "Sie kommen aus dem Gefängnis frei"-Karte bin.

Sie sehen, es hat alles seine freivongeistmäßig esoterisch spirituelle Ordnung und ist komplett von jeder Logik befreit und steht somit im Einklang mit Ihren Schöpfungsgesetzen und den Ansichten sämtlicher anderen Deutschen Reiche.

Sobald alle die einzig korrekte Meinung vertreten, nämlich meine, jeder das macht, was ich sage und alle Nestbeschmutzer aus meinen Reihen vertrieben sind, werde ich es in Erwägung ziehen, den übrig geblieben Rest Mich, als Ihren vom Schöpfer bestimmten Herrscher, wählen zu lassen.

Lassen Sie Uns gemeinsam beraten, wie wir im Königreich die illegale Ordnung abschaffen und die legitimierte Ordnung des Staates mit der Gesamtheit der spielregelkonformen Ordnung des Staates "Dem Wilki sein Staat" schrittweise auf sanfte Art durchsetzen. Als ersten Schritt übergeben Sie mir bitte umgehend, den Mantel, Reichsapfel und Zepter sowie das Schwert. Ihre Verfassung dürfen Sie als Andenken behalten.

Ich danke Ihnen für Ihre bisherige Arbeit im Deutschen Reich der Phantasie und wünsche Ihnen für Ihren kommenden Ruhestand, den Sie sich doch so sehr wünschen, alles Gute.

Wilki
Indrigator Adumbratus

PS: Ich habe bereits für Sie gewürfelt und gesetzt. Sie müssen Einkommenssteuer nachzahlen!

Freitag, 13. September 2013

Der Aufbruch zum Sommerfest - Kapitel V

Was bisher geschah, kann im Kapitel I, Kapitel II, Kapitel III und Kapitel IV nachgelesen werden!

Der Aufbruch endet

“Das ist ja eine Kacke! So ein Schrott! Nur Billigteile vom Pluto genommen, wa?”
Axel, der seinen Kopf weit in den Wartungsschacht des Skalarantriebes gesteckt hatte, war laut am schimpfen. Nada stand daneben, verzog bei jedem Wort das Gesicht und blickte dabei vorwurfsvoll zu Stultissimus. Dieser blickte unschuldig zurück.
“Für die Service und Wartung der Flugscheibe ist Ebriosus verantwortlich. Das ist schon seit Trilliarden von Jahren so, dass der Pilot sich auch um die Technik kümmert.”
“Jetzt sage bloß, dass dich das jetzt überrascht, dass unser Teamalki das nicht auf die Reihe bekommen hat.”, erwiderte Nada. Doch Ebriosus, der mit Jonathan den Barden inzwischen dicke Freundschaft geschlossen hatte, interessierte das alles nicht. Er trank lieber zusammen mit seinem neuen Freund eine Flasche 'IW Hlq nach der anderen.
“Ebriosus, du bisch...du bisch...bisch mei beschter Freund..hicks..hier hast du einen Terrierführschein, ganz für disch alleen...hicks.”
“Terrier… isch mag keine Hunde, abe trotzdem danke...hicks….”
“Nee keine Hunde.. damit kanscht alles flieschen, was wo es gibt.”
“Das kann ich auch so!”
Axel schimpfte immer noch.
“Das ist so ein Ausschuss. Mit Technologie des 3. Reiches hat das gar nix mehr zu tun. Gar nix.”
“Vielleicht hilft ja das Handbuch hier?”
Stultissimus reichte ihm ein dickes Buch. Axel lehnte ab.
“Viel zu dick. Steht eh nur Müll drin. Aus den tausend Seiten, da mach ich eine.”
“Ja und wissen sie denn schon, woran es liegt.”
“Sicher! Da reicht ein Blick. Natürlich nur, wenn es mein Blick ist. Mit Skalartechnologie kenn ich mich aus. Ist alles ganz einfach. Für mich jedenfalls. Muss man nur wissen.”
“Ja und woran liegt es.”
“Brauch ich dir nicht zu erklären. Verstehst du eh nicht. Nur soviel. Vermutlich Bruch der Skalarwelle.”
“Wellenbruch! Sag ich doch immer. Wellenbruch, einfach immer wieder Wellenbruch.”, tönte es aus dem zahnlosen Mund eines kleinen Mannes namens Mario. “Das ist garantiert Manipulation. Wie lange wollt ihr euch das denn noch gefallen lassen? Wacht endlich auf, Mensch.”
“Wir sind keine Menschen.”, stellte Stultissimus klar und wandte sich an Nada. “Du solltest doch nur den Skalarexperten holen. Warum hast du den kleinen gebisslosen Gnom und den dicken Typen, der gerade mein Abendbrot hin sich hineinstopft, mitgebracht.”
“Tschuldigung...mapf...mapf... war das ihres? Wusste nicht, dass sie das noch essen wollten. Ist aber ganz lecker. Was ist das? Bunte Nudeln?”
“Gagh. Eine klingonische Spezialität. War aber noch am Auftauen. Normal sollten sich die Schlangenwürmer bewegen beim Essen.”
Peter, der dicke Mann, unterbrach sein Kauen und schielte auf den kleinen Rest der aus seinem Mund herausschaute und der, durch den warmen Atem aufgetaut, sich anfing zu bewegen. Im hohen Bogen spuckte er alles in Richtung der drei traurigen GRS-Gestalten Jo, Micha und Ben. Der angekaute Rest der Würmer traf Jo mitten im Gesicht.
“Iiiiii. Nimm es weg. Nimm es weg…”
“Das ist ja widerlich.”, egelte sich Micha und rückte etwas zur Seite.
Ben konnte seine Schadenfreude kaum vermeiden und fing an zu lachen. Jo wischte sich mit den Händen den Würmerbrei aus dem Gesicht und reinigte diese an Bens Jacke. Dem verging nun sein Lachen. “He Jo. Der Anzug ist nur geliehen.”
Stultissimus nervten die ganzen Fremden auf seiner Flugscheibe. Er war zwar Chaos gewohnt, doch zeichnete er sich jedesmal dafür verantwortlich und nicht ein Haufen primitiver Erdenmenschen.
“Erst ungefragt essen und sich dann noch beschweren. Nada, wieso hast du die denn nun mitgebracht?”
“Ging nicht anders. Der Skalarexperte bestand darauf. Der Gnom ist wohl sein Assistent und der Dicke weiß, wo sein Heim ist und bringt ihn wieder nach Hause.”

Auf dem Kartoffelacker in Storndorf war es inzwischen schon tiefe Nacht. Detlef, Eleonore, Birgit, Johanne und Frank saßen zitternd im Kreis. Es hatte die letzten Tage so stark geregnet, dass sich große Wasserlachen auf dem Acker gebildet haben und die feuchte Luft das Kältegefühl noch verstärkte.
“Wer ist eigentlich für die Visalisierung des Lagerfeuers zuständig?”, fragte Detlef.
“Eleonore war dafür eingeteilt.”, antwortete Birgit mit ein wenig Erleichterung, dass sie dafür keine Verantwortung trägt.
“Ja, Eleonore.”, sagte Detlef vorwurfsvoll. “Wir warten und uns ist verdammt kalt. Würdest du dich jetzt bitte mal etwas anstrengen.
“Keine Ahnung was ihr habt.”, meinte darauf Eleonore, die angestrengt versuchte nicht zu zittern. “Ich sehe und spüre mein Feuer ganz deutlich. Das ist verdammt heiß. Wahrscheinlich schwingt ihr mal wieder alle in der falschen Frequenz und öffnet euch nicht ausreichend. An mir liegt es auf alle Fälle nicht. Hab gerade noch einen visualisierten Holzscheit aufgelegt. Man ist das warm.”
“Ja, ja.”, Johanne schloss die Augen und fing an hin und her zu wackeln. “Ja, jetzt kommst. Ich erreiche wohl langsam deine Schwingungen, Eleonore. Ich spüre ein wenig Wärme.”
Detlef und Birgit wollten dem in nichts nachstehen um nicht etwa als unspirituell zu erscheinen und bestätigten Johannes Aussage unter leichten bibbern.
Nur Frank schaute ungläubig.
“Bei der Wiking-Jugend früher haben wir immer eng gekuschelt damit uns warm wird. Ich hab dann meine Gitarre genommen und schöne Heimatlieder gesungen. Wartet mal kurz.”
Er nahm seine Gitarre und fing an: “Ich danke euch Kameraden….”
Plötzlich wurde sein Gesang je unterbrochen. Lautes Krummeln und Gedröhne war zu hören und am anderen Ende des Ackers erschienen helle Lichter.
“Das sind die schwarzen Hubschrauber, die uns verfolgen. In Deckung.”, Johanne schmiss sich nach hinten auf den Boden und landete mit lautem Platschen in einer großen Pfütze. Ein großer Wall Wasser spritzte auf den Rest der Gruppe.
“Ja schönen Dank, Johanne! Nun hast mein visualisiertes Feuer gelöscht. Ganz toll. Super. Jetzt frieren wir alle.”
Eleonore war sauer. Zum einem wegen des Feuers und zum anderen, weil sie nun von oben bis unten nass war. Die Lichter kamen immer näher und unter dem Gedröhne hörte man, erst schwach und dann immer deutlicher werdend, eine allen bekannte und wohlvertraute Stimme.
“Huhu. Hallo Leute. Das ist sooo schön euch alle zu sehen. Ich bin ja sooo gerührt. Ich fang gleich an zu weinen.”
Es war Medi, die da rief und mit einer großen Gruppen Motorradfahrer den Acker überquerte.
Sie hielten vor Detlef und den anderen an. Medi stieg ab und begrüßte ihre Freunde.
“Hallo. Wo sind denn die 200-250 anderen Teilnehmer? Schlafen die schon in Ihren Zelten?”
“Ist noch keiner da.”, bemerkte Detlef leise. “Aber die Bühne steht schon, visualisiert versteht sich.”
“Eh Medi, Schnecke…”, der Boss der Rockergang stieg ebenfalls von seinem Motorrad ab.
“Medi, hast du nicht gesagt, hier steppt der Bär. Hier ist große Party. Jede Menge Weiber und so.”
“Also von Weiber hab ich nie was gesagt, nur vom weiblichem Prinzip.”

“Das kann raus. Den Mist braucht auch keiner. So jetzt hier noch mal klopfen und da dran wackeln. Wir haben ja früher immer Quetschmetalle verwendet. Für unsere Plasmaantriebe. Bekommt man ja heute gar nicht mehr.” Axel war konzentriert bei der Sache und werkelte am Skalarantrieb.
“Das A und O beim Skalarantrieb ist die Überwindung der Gravitation. Muss man Wissen. Ist nämlich ne Aufkraft. Wissen auch die Wenigsten.”
Nada wurde etwas skeptisch, ob die Idee so gut war, den so genannten Skalarexperten zu rufen.
“Und, bekommen Sie es hin, Dr. Stoll?”, fragte sie.
“Mädel. Ich wüsste sonst niemanden außer mir, der dass kann.”, antwortete dieser voller Überzeugung.
Jo wurde auch etwas nervös und blickte auf die Uhr.
“Wir hätten schon längst da sein müssen. Die Massen erwarten uns sicher schon ungeduldig. Ich höre sie schon rufen ‘Jo, Jo, Jo, Jo’.”
“Warum nur Jo. Die können ja auch meinen Namen rufen.”
“Ok. Ein paar rufen auch Micha.”
“Und warum rufen die nicht meinen Namen.”, fragte Ben. Micha und Jo schauten diesen verwundert an.
“Warum sollte da jemand Ben rufen. Außer es kommen ein paar KB-Gold-Kunden von dir. Nur, wenn die Ben rufen, dann sollteste schnell weglaufen.”, grinste Micha.
“Hört auf. Streitet euch nicht. Jeder weiß, dass ich der Oberaufbrüchler bin. Die Leute kommen nur wegen mir. Ich bin ihr Held. Mutig schreib ich Leserbriefe in die Kommentarfunktion beim SPIEGEL. Da könnt ihr nicht mithalten.”, sprach Jo voller Stolz.
Doch Micha wollte dem nicht zustimmen.
“Wenn einer ihr Held ist, dann doch wohl ich. Ich habe die Alsfelder Beschlüsse formuliert.”
Nun schauten Jo und Ben ganz verwundert Micha an und fragten im Chor:
“Was für Beschlüsse?”

Derweil stand man in Storndorf immer noch zitternd auf dem Acker. Stefan war inzwischen vom Motorrad abgestiegen und lief leicht gekrümmt zu den anderen.
“Oh Leute mein Rücken. Medi du musst mich heute unbedingt noch massieren im Zelt.”
“Welches Zelt? Das war doch alles im Wagen.”
“Und wo sollen wir heute schlafen.”, fragte Stefan.
“Detlef hat doch ein Zelt. Da rücken wir eben alle zusammen. Dann wird es auch wärmer. So viele sind ja nun nicht gekommen. Verstehe es aber nicht, warum keiner weiter da ist. Wir hatten doch über 100 Anmeldungen. Detlef du hast doch die Liste. Vielleicht haken wir mal ab, wer schon da ist. ”
Detlef kramte in seiner Tasche und holte einen Zettel heraus.
“So gut. Ich ruf einfach den Namen auf und wer da ist, der ruft laut HIER!.”
Er stellte sich in die Mitte der Gruppe und fing an die Namen zu verlesen.
“Axel Schweiß… Rosa Schlüpfer… Bernhard Diener…. Klär Grube…. Rainer Nieder…. Vicky Mischdoch… “
Die Hier-Rufe blieben aus. Nur die Rocker fingen bei jedem Namen erneut an zu lachen und als Detlef die Liste durch hatte, wischten sie sich die Lachtränen aus den Augen.
“Muhahaha...haha.. man Medimaus, hast gar nicht gesagt, was du für Komiker als Freunde hast. Jetzt brauch ich erstmal was für meine Kehle.”, meinte der Gangboss und fing an sich umzuschauen. “Wo is’n hier die Bar?”
“Ja die Getränke sollte die Birgit visualisieren.”, meinte Eleonore schnell und blickte dabei voller Genugtuung zu Birgit. Diese verzog nur ihr Gesicht und giftete zurück.
“Weiß gar nicht was du hast. Ich steh schon die ganze Zeit an der Bar und trinke. Du etwa nicht. Schwingst wieder falsch, was?”
“Bäbäbäää!”
Beide Frauen schauten sich feindselig an und man spürte, dass nur ein Funke genügte, um die Situation zum explodieren zu bringen. Detlef stellte sich zwischen die beiden und wollte die Lage beruhigen.
“Mädels. Mädels. Lasst uns inne halten. Lasst uns für Frieden und Liebe meditieren. Lasst uns Kerzen anzünden. Hat jemand Feuer oder Kerzen mit.”
“Frag Eleonore. Die ist fürs Feuer zuständig. Vielleicht kann sie ja welches spucken.”
Kaum hatte Birgit den Satz beendet, wurde sie auch schon von der wütenden Eleonore auf den Boden geworfen, mitten in den Schlamm hinein. Die Biker stellten sich im Kreis um das kämpfende Paar und fingen an zu Klatschen und zu Gröhlen.
“100 Mäuse auf die Kleine. “
“Ich setzt 50.”
Detlef stand daneben und versuchte verzweifelt das Schlammcatchen zu beenden.
“Eleonore! Birgit! Bitte! Wir wollen uns doch lieben und nicht bekämpfen. Bitte! Hört auf!”

“So das noch hier rein. Da noch gegen treten. Da dran wackeln.”
Axel war immer noch mit dem Skalarantrieb beschäftigt. Doch plötzlich hörte man, erst leise und dann immer lauter werdend, ein Summen.
“Er hat es geschafft. Der Antrieb läuft.”, freute sich Nada.
Axel schaute ganz überrascht und rief verwundert: “Ach echt… hmmm… ja genau, eine Kleinigkeit für mich. Physik für’n Kindergarten ist das.”
“Super gemacht Herr Doktor.” Stultissimus klopfte Axel auf die Schulter. “Jetzt können wir endlich weiter. Ebriosus setzt dich ans Steuer. Wir fliegen Richtung Ganymed.”
“Ähm...Moment. Ihr habt versprochen uns nach Sterndorf zu bringen.”, erwiderte Jo darauf.
“Achso. Stimmt. Wir müssen ja erstmal die ganzen Blindgänger wieder loswerden. Also Ebriosus erstmal nach Sterndorf.”
“Ne war das nicht Storndorf.”, fragte Micha.
“Weiß gar nicht mehr. Mit Namen hab ich es nicht so.”, antwortete Ben.
“Sterndorf, Storndorf. Ihr müsst euch schon mal entscheiden auf welchen Weg wir uns machen sollen und welches Ziel ihr habt.” Stultissimus blickte die drei fragend an.
“Wir sind vom Aufbruch. Wir legen uns da nie so genau fest.”, meinte Ben und Jo sprach etwas mitleidig. “Wenn ich nur an Strategie und Zielführung denke, kommen in mir unangenehme Erinnerungen an unser Forum hoch.”
Nach einer kurzen heftigen Diskussion, einigte man sich schließlich, nachdem man auf einer Karte Alsfeld gefunden hatte, auf das doch Alsfeld näher liegende Storndorf. Man war sich zwar nicht sicher, betrachtete es aber als wahrscheinlicher als Sterndorf. Zumal Letzteres wohl eher außerhalb Deutschlands bzw. der BRD GmbH liegt. Obwohl man dies auch nicht mit 100% Sicherheit zu sagen vermochte, so ohne Friedensvertrag. So machte man sich, nachdem man Axel, Peter und den zahnlosen Gnom abgesetzt hatte, auf nach Storndorf.

Auf dem Acker bei Alsfeld indes ging der Kampf in die zweite Runde. Johanne fand Gefallen daran und hüpfte voller Begeisterung neben dem Schlammring umher. Sie boxte dabei wild mit den Fäusten in die Luft. “Ja. Gib’s ihr. Knall ihr Licht und Liebe um die Ohren.”
Detlef war davon nicht sehr angetan und verstand Johannes Freudentanz überhaupt nicht.
“Johanne, wie kannst du nur. Was ist mit unseren Werten, unseren Idealen, unsere Harmonie.”
“Ach komm Detlef. Du tust ja glatt so als hätten wir sowas wie feste Werte und Ideale. Wir drehen die Dinge doch immer so, wie wir sie brauchen und hinterher machen wir alle ne Mediatation für Harmonie und Frieden. Falls wer Fragen stellt, schieben unseren Streit dann wie immer auf böse negative Einflüsse von denen da oben.”

Plötzlich fing der Boden an zu beben und ein helles Licht näherte sich und wurde größer und größer. Der Kampf fand ein plötzliches Ende und alle blickten nach oben ins Licht.
“Das ist die Strafe der geistigen Welt für euren Streit. Sie kommen euch holen.” Detlef erhob die Hände und fing an zu flehen. “Bestraft die Beiden, die haben Schuld. Ich sende euch Harmonie, Liebe, Licht und Euros, aber verschont mich.”
Als das Licht nah genug heran war, erkannte man die riesige Flugscheibe und Frank nahm plötzlich Haltung an. “Das ist der Führer in seiner Reichsflugscheibe. Der kommt von seiner Mondbasis um Deutschland neu erblühen zu lassen. Ich sage euch, mein Gesang war es, was ihn dazu bewogen hat. Deutschland, Deutschland über...”
Sein angestimmter Gesang ging aber in dem lauten Grollen der Flugscheibe unter, so dass keiner weiter Notiz von ihm nahm. Die Flugscheibe schwebte zur Landung an und setzte sanft auf dem Acker auf. Alle versammelten sich davor und blickten voller Spannung auf die sich öffnende Luke. Und wer stieg aus? Nein kein Führer, nicht mal annähernd so etwas, sondern Jo, Micha und Ben, gefolgt von dem schwankenden und lallenden Jonathan den Barden. Sie blieben vor der Gruppe stehen und schauten sich um.
“Hallo Leute. Wir sind da. Habt ihr uns schon vermisst?”, begrüßte Jo die Anwesenden. Als er Medi sah kam er kurz ins Stottern. “Medi! Schön, du lebst. Wir haben wirklich ALLES versucht, dich und Stefan zu retten. Ben hatte die ganze Zeit Kontakt zum Universum und hat Wünsche ohne Ende geschickt. Ich selbst hab die Angelegenheit zur Klärung dem morphogenetischen Feld übergeben.”
Micha war nicht so begeistert und versteckte sich hinter Jo. Neben Medi stand der Chef der Rockergang. Dieser interessierte sich aber nicht für ihn, sondern fragte nur. “Eh Leute, habt ihr was zu trinken dabei. Also echtes, nicht so eingebildetes Zeugs.”
“Klar...hicks...isch hab jede Menge 'IW Hlq dabei. Das reicht für alle. Sind ja eh nicht viele.” Ebriosus freute sich, denn er trank nie gern allein, sondern liebte die Gesellschaft und mit Hilfe von Jonathan den Barden rollte er unter dem Jubel der Rocker ein Fass 'IW Hlq nach dem anderen aus der Scheibe. Sogleich begann die Party und mit jedem Becher mehr, fielen die Hemmungen. Johanne tanzte wild umher. Birgit und Eleonore stießen auf ihre Versöhnung an. Detlef erzählte jedem, der nicht schnell genug von ihm weg kam, dass das mit dem Raumschiff seine Idee wäre und er persönlich die Visualisierung durchgeführt hat. Frank suchte noch immer den Führer und lief durch die Flugscheibe. ”Mein Führer, wo seid ihr? Wo habt ihr euch versteckt. Führer, Führer piep einmal. Deutschland braucht euch.” Der kleine Ben war schon nach dem ersten Schluck 'IW Hlq ins Koma gefallen, Stefan unmittelbar nach dem Faustschlag von Medi, als er ihr den Becher 'IW Hlq mit der Begründung wegnehmen wollte, dass sie in ihrem Zustand keinen Alkohol trinken darf. Micha schloss Freundschaft mit der Rockergang und Jo, der sich von Detlef die Kamera geliehen hatte, filmte alles.
“Seht ihr. Es organisiert sich doch alles von selbst. Dank der Hilfe des Universums und unserer galaktischen Retter wird dies ein super Sommerfest. Lord Stultissimus teile doch bitte deine Weisheit mit uns. Richte deine Worte an uns und erleuchte unseren Freigeist.”

Plötzlich wurde es still. Alle schauten gespannt zu Lord Stultissimus. Ihm war das auf der einen Seite sehr unangenehm, auf der anderen Seite aber fühlte er sich geehrt. Er stellte sich auf die Flugscheibe und fing an zu reden:

“Liebe komischen Leute hier. Ich bin Lord Stultissimus und komme von weit her um euch eine Botschaft zu verkünden. Ich bin hier, um euch in das größte Geheimnis des Universums einzuweihen. Ein Geheimnis, welches so unglaublich ist, dass gerade ihr es wohl kaum glauben werdet. Das Universum möchte euch durch mich, als seinen Sprecher, in seiner grenzenlosen Größe mitteilen…”

Die Spannung stieg. Alle schauten voller Neugier zum Lord. Keiner wagte es zu sprechen, zu husten, ja man wagte kaum zu atmen. Jo, der fest glaubte gleich den Schlüssel des Universums in den Händen zu halten, konnte es kaum erwarten.

“Ihr!”, sprach der Lord weiter. “Ihr alle! Ihr seid dem Universum s c h e i ß e g a l.”

Nun standen alle mit offenen Mündern da und wollten, wie vorhergesagt, nicht glauben, was sie da hörten. Doch unbeeindruckt davon, setzte Stultissimus seine Rede fort.

“Es interessiert das Universum nicht, ob ihr glücklich oder traurig seid. Es hat kein Interesse an euren Wünschen, noch daran diese zu erfüllen. Es geht ihm am Arsch vorbei, ob ihr Liebe und Licht sendet oder Hass und Dunkelheit. Es kennt euch nicht mehr oder weniger als einen Steinklumpen, der unbeachtet seine Bahn um einen kleinen Stern zieht, so wie es viele dieser Steinklumpen und Sterne kennt. Ihr seid nichts Besonderes für das Universum. Ihr steht weder im Mittelpunkt, noch am Rand. Wenn das Universum euch und euren Planeten irgendwann vernichtet, dann ist das nichts Persönliches oder gar eine Strafe, sondern schlicht und einfach der Lauf der Dinge. Es folgt völlig nüchtern seiner, mit sich selbst erschaffenen Physik. Seine Gesetze sind vollkommen undemokratisch festgelegt und gelten auch dann, wenn ihr sie nicht verstanden habt. Dem Universum ist es dabei gleich, ob ihr diese Gesetzmäßigkeiten akzeptiert oder nicht. Es wird euch nicht in die Arme schließen, wenn ihr es anbetet. Wenn ihr unglücklich seid und an eurem Leben etwas ändern wollt, dann müsst ihr das schon selbst machen. Einfach irgendwelche eingebildeten Energien senden, Felder herbeischwurbeln oder in allen eine Verschwörung zu sehen, wird niemals funktionieren. Wenn ihr euch nur auf euer Nichtstun konzentriert, werden es immer andere sein, die mit echten Ideen, Kreativität, Wissen und fortschrittlichen Denken die Welt gestalten. ”

Schweigen! Keiner wusste, was er dazu sagen sollte und alle schauten zu Jo.
Der fing an zu stottern.
“Dada das….ich...ddddu...ddder...der Lord ist sicher ein bezahlter Agent vom System. Alles Lügen...Sie wollen uns nur mit der Realität verwirren. Ben, Detlef sperrt ihn sofort fürs Forum und auf Facebook. Hau bloß ab, du Lord Systemling und nimm die Realität mit. Wir wollen sowas hier nicht. Du zerstörst unsere schöne kleine visualisierte Welt und ruinierst unsere Geschäfte. Glaubst du vielleicht, dass Menschen, die wirklich etwas bewegen wollen, sich auf einem durchnässten Acker irgendwo im Niemandsland treffen würden, um sich da irgendwelchen überteuerten, nichtfunktionierenden und völlig sinnlosen Krempel andrehen zu lassen?”

Und so endet der Aufbruch. Das Sommerfest wird wohl gleichzeitig das Abschlussfest sein und die versammelten Freigeister werden sich neuen Projekten widmen. Sie werden weiterhin gegen ihren wohl größten Feind kämpfen ohne auch nur den Hauch einer Chance zu haben. Denn ihr größter Feind ist niemand anders als die Realität und die gewinnt am Ende immer, da sie früher oder später jeden einholt.


Freitag, 6. September 2013

Wichtige organisatorisch feinstoffliche Hinweise zum GRS-Sommerfest

Da das Orgateam für das GRS-Sommerfest bereits mit den visualisierenden Vorbereitungsarbeiten völlig ausgelastet ist, habe ich mich auf Grund meiner bedingungslosen Liebe und lichtvollen Gestalt dazu bereiterklärt, wichtige Hinweise und Programmpunkte an dieser Stelle zu veröffentlichen und zu organisieren.

Zunächst möchte ich mitteilen, dass Michael Vogt im Moment leider nicht mehr zum Fest kommen kann. Wir arbeiten aber daran. Ben hatte ihn aus Versehen reflexartig gelöscht, als Michael in seiner Programmankündigung von Umsetzungsstrategie gesprochen hatte. Leider weiß Ben nicht, wie man Fehler rückgäng macht, da er dies noch nie in Erwägung gezogen hat. 

Wichtige Hinweise:

Wichtig sind uns vor allem Gemeinsamkeiten. Wir richten den Blick auf das, was uns verbindet und was wir gemeinsam erreichen wollen! Für Hinweise, was das zum Kuckuck sein könnte, wären wir euch sehr dankbar.

Bitte vergesst eure Klappstühle nicht. Den Klappspaten könnt ihr aber zu Hause lassen. Freundlicher Weise hat sich unsere Untergruppe der Holocaustleugner für das gesamte Wochenende bereit erklärt, den Latrinendienst zu übernehmen. Da sie sich somit da aufhalten, wo sie sich am Wohlsten fühlen, nämlich im tiefbraunen Sumpf, braucht ihr keinerlei Rücksicht nehmen und könnt sie ordentlich mit braunen Nachschub versorgen.  

Für das nächtliche Lagerfeuer bringt bitte eure Instrumente wie Gitarren, Trommeln, Blockflöten und jede Menge Liedtexte mit. Wir möchten nochmal darauf hinweisen, dass Blechinstrumente nicht geeignet sind, da sie nicht so gut brennen. Beim Papier der Liedtexte achtet bitte darauf, nur umweltfreundliches chemie- und gentechnikfreies Papier zu verwenden, damit beim Verbrennen keine giftigen Dämpfe entstehen. Für den allgemeinen Rauschzustand konnten wir bereits den Alexander Wagandt gewinnen, der uns eine größere Menge an Räucherware für ein breites Spektrum an Halluzinationen und Wahnvorstellungen zur Verfügung stellt. 

Bitte achtet auf Ordnung und Sauberkeit im Feldlager. Die Grundreinigung übernimmt unser vereinseigenes Schamanen-Team. Es wird sämtliche bösen Geister und negative Energien wegräuchern bzw. mental neutralisieren. Zu deren Unterstützung, bitten wir euch, ausreichend Energie-Harmonizer mitzubringen. Selbstverständlich können diese auch bei unseren Sponsoren in der Neppermeile käuflich erworben werden.

Jeden Morgen findet ein Fahnenappell statt. Zu den Klängen unserer Nationalhymne, werden wir versuchen die Flagge jedes Mal anders herum zu hissen. Den Text der Nationalhymne sollte jeder Aufbrüchler vorher nochmals üben. Hier zu Erinnerung der komplette Text:  "Nanananan Nanana .... nanananan.. nanannanannaaaaaa naaaaa naaaaa nanananan nana............. na............ nana...... nananananananna naaaannnnaaaaaannannan naaaaaa nananananan...na!!!!!!"

Selbstverständlich haben wir beim Frühstücksbuffet auch an die Aufbrüchler gedacht, welche sich bereits komplett von Licht ernähren. Lichtnahrung gibt es auf Vorbestellung in 100, 60 und 40 Watt, sowie für Kalorienbewusste als Energiesparvariante. Bitte bis zum 12.09. die genaue Bestellung channeln.

Die Teilnahme an der täglichen Friedensmeditation ist Pflicht. Weigerungen bzw. Versäumnisse werden im Anschluss daran mit Peitschenhieben bestraft.

Ganztägig können Agnihotra-Zungenbrecher-Kurse besucht werden. Lernen Sie das fehlerfreie 100malige hintereinander Aussprechen von Wörtern wie "Vyähruti" oder "OM-Tryambakam"

Ebenfalls ganztägig werden unsere Freunde vom Sauberen Himmel für sie da sein und sie mit sinnlosen, zusammenhanglosen oder nicht verstandenen Informationen rund um das Thema Geo-Engineering versorgen. Lernen Sie, wie sie mittels Lineal und der heiligen Geometrie die Flughöhe und Größe von Flugzeugen bestimmen können und warum sie niemals in die Uckermark ziehen sollten. Das umfangreiche Werbematerial kann käuflich erworben werden. 

Am Samstagnachmittag werden wir gemeinsam mit der Sauberen Himmel Gruppe lustige Spielchen organisieren, wie z.Bsp. "Stripp strapp strull, wer hat seinen Regenwassersammelbehälter als erstes voll" oder "Ich sehe eine Verschwörung, die du nicht siehst".  

DAS Highlight in unserem Programm:

Mit Freude können wir euch mitteilen, dass wir weder Kosten noch Mühe gescheut haben und als Ehrengast, Schirmherr und VIP den bekanntesten, beliebtesten, charmantesten, charismatischsten und bestaussehendsten Vertreter der GFdL gewinnen konnten. Lord Stultissimus in Begleitung von Lady Nada und Lord Ebriosus werden Freitag Nacht erwartet und bleiben über das gesamte Wochenende. 

Weiterhin sind geplant:
  • "Bei Anruf Tod - Wie man durch einfaches Akkuentfernen und -wegwerfen gefährliche Handystrahlung reduzieren kann."
    Vortrag von Prof. Dr. mob-com. No Kia
  • "Der geheime Kanzlerakt - Ich war jung und brauchte das Geld."
    Vortrag von Reichskanzler Norbert Schittke 
  • "Behauptungen durch Nichtwissen - Die Leere des Benjamin Ernst"
    Lord Stultissimus im Gespräch mit einem Blogwart
  • "Heldentat - SPIEGEL pack ein!"
    Jo Conrad berichtet über das wagemutige und gefährliche Unterfangen einen Leserbrief zu schreiben.
  • "Wer früher stirbt, ist länger tot."
    Vortrag über Germanisch Neue Medizin 
  • ...

Seid wachsam!!!!! Für weitere wichtige Informationen halten euch bereit!!!!!!!!!!!!

Euer Medium Wilki
basisdemokratisch bestimmter Orga-Chef des Sommerfestes(*)
(*) laut GRS Regeln ohne Wahl, da nur zu Organisationszwecken

PS: Leider hat sich oben in den Text der Nationalhymne ein Fehler eingeschlichen, der korrekte Text lautet:   "Nanananan Nanana .... nanananan.. nanannanannaaaaaa naaaaa naaaaa nanananan nana............. na............ nana...... nananananananna naaaannnnaaaaaannannan naaaaaa nananananan...nana!!!!!!"

Mittwoch, 4. September 2013

Lord Stultissimus Zusage zum GRS Sommerfest

Sehr geehrtes Orgateam,

mein Name ist Lord Stultissimus und ich würde gern zusammen mit meiner Partnerin Lady Nada sowie Lord Ebriosus am Sommerfest in Storndorf teilnehmen. Wir sind die offiziellen Vertreter der GFdL und wären so in etwa Freitag Nacht bei Ihnen. Laut Akasha-Chronik wird es sich wohl so ergeben, dass wir Jo, Ben, Micha und Jonathan den Barden gleich mitbringen werden. 

Wir würden mit unserer Flugscheibe anreisen und benötigen einen geeigneten Landeplatz. Könnten Sie diesen für uns visualisieren? Unser Essen haben wir bereits beim Universum bestellt. Dieses sollte wunschgemäß und reichlich geliefert werden. Es gibt Schaf im Schlafrock.

Gern möchte ich einen Vortrag zum Thema "Behauptungen durch Nichtwissen - Die Leere des Benjamin Ernst" halten, sowie einen Stand betreuen, auf dem neben keltisch-druidischen Bekennerausweisen, auch Kopien der verschollen geglaubten Alsfelder Beschlüsse angeboten werden. Diese Beschlüsse haben wir zufällig im morphogenetischen Feld gefunden als Lord Ebriosus sich da neulich übergeben mussten. Da fällt mir ein, Jo soll sich unbedingt beim Hintergrund melden. Es wäre wohl viel passiert.

Um unseren spiritusuellen Pegel zu halten, ist es äußerst wichtig, dass ausreichend Fässer 'IW Hlq vorhanden sind. Würden Sie das bitte arrangieren.

Für unsere Rückreise benötigen wir eine größere Menge freigeistiger Energie, auch als heiße Luft bekannt. Sollten ausreichend Teilnehmer auf dem Fest sein, so sehe ich da kein Problem. Komplizierter wird es da schon eher das Spinnoniumoxid zum Schmieren der Skalarwelle zu beschaffen. Wie wir aber erfahren haben, könnte uns Jo da weiterhelfen.
Ist es möglich das Eintrittsgeld anschreiben zu lassen? Im Moment kommen wir nicht an unser Konto. Durch OPPT wurden ja so ziemlich alles gepfändet. Während das auf euren Planeten keine Regierung, Bank und keinen Konzern interessiert, ist die Bank des Universum wohl die einzige in diesen, die das ernst nimmt. Blöd nur, das wir ausgerechnet da unser Geld haben. Spätestens am Montag nach dem Fest bezahlen wir. Dann öffnet die Königliche Reichsbank zu der wir wechseln. Nehmen Sie eigentlich auch Engelgeld? Ich könnte auch ein paar Erzengel zur Sicherheit hinterlegen. Würden Raphael und Michael genügen?

Ich habe gesehen, dass auch Sauberer Himmel bei Ihnen anwesen sein wird. Das ist schön. Ich bin offizieller Sprecher des Sauberen Stammtisch Ganymed. Ganz im Sinne von GRS basisdemokratisch durch mich selbst bestimmt. Wir könnten ein paar Chemtrails mitbringen. Die neue Sorte ist gentechnikfrei und resistent gegen Cloudbuster. Im Moment sind zum selben Preis sogar 50% Aluminium extra enthalten.

Für eine kurze Rückmeldung wäre ich sehr verbunden und verbleibe

mit freundlichen Liebe bei Licht
Lord Stultissimus
Kleine Taverne
23666 Ganymed
Universum OT Sonnensystem

Sie finden uns auch im Internet über unser Medium derwilki.blogspot.de.

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Diese Email wurde per Channel2Mail versandt und von den Borg mit Viren assimiliert. "We are the Borg. You will be assimilated..."

Mittwoch, 21. August 2013

Der Aufbruch zum Sommerfest - Kapitel IV

Was bisher geschah, kann im Kapitel IKapitel II und Kapitel III nachgelesen werden!


Der Skalarexperte

Ein dicker Mann betrat das Foyer eines Berliner Altenheim und winkte der Schwester am Empfang. Diese winkte zurück und rief ihm zu: “Ach. Das ist ja schön, dass sie den Axel wieder ein wenig ausführen. Er freut sich ja immer so, wenn er mal rauskommt. Er ist gerade im Gemeinschaftsraum. Sie kenne sich ja aus.”
“Jaja, danke, ich weiß wo das ist.”
Er ging die Treppe hinauf und überholte dabei den Treppenlift, der sich mit einer alten Dame ebenfalls nach oben bewegte. Etwas außer Atem erreichte er knapp vor dem Lift den 1. Stock.
“Haha. Erster!”
Die alte Dame schaute nur grimmig und setzte ihre Fahrt fort. Aus einem Raum am Ende des Ganges hörte man Stimmen. Der dicke Mann öffnete die Tür und erblickte mehrere alte Menschen, welche, mit Papier und Stift ausgerüstet, gespannt nach vorne blickten.
“Psst. Psst. Axel....Aaaaxel.”, rief er leise in den Raum.
Ein hagerer alter Mann mit eingefallen Wangen drehte sich zur Tür. Als er den darin stehenden erkannte, stand er auf und lief zu ihm.
“Hallo Peter. Das ist jetzt ungünstig.”
“Wieso? Es ist Freitag und heute ist NSL Stammtisch. Ich bin hier, um dich abzuholen.”
“Ach, ist das schon wieder soweit. Augenblick noch. Wir haben gerade unser Templer-Treffen. Im Moment versuchen wir den Code des Universums zu knacken. Das ist reine Mathematik. Die Sprache der Intelligenz. Sehr kompliziert. Verstehst du eh nicht.”
Aus dem Saal hörte man eine Stimme: “Dreiundzwanzig!”
Axel nahm seinen Stift und zeichnetet etwas auf seinen Zettel.
“Ich stehe kurz vor der Lösung. Diesmal werde ich Erster sein und nicht einer dieser alten dummen Bauern da hinten. Immerhin gibt es niemanden, der mein umfangreiches Wissen der Mathematik, Physik und manchmal auch Geologie hat. Kenne zumindest keinen außer mir.”
Wieder ertönte die Stimme aus dem Saal: “Achtunddreißig”.
“Bingo!”, rief plötzlich ein alter Herr mitten aus der Runde.
“Mist!” Axel zerknüllte seinen Zettel und warf ihn auf den Boden. “Jetzt können wir gehen.”

Zur gleichen Zeit auf einem Kartoffelacker in Stern...Storndorf in der Nähe von Alsfeld. Eleonore und Birgit erreichten das bereits anwesende Trio, bestehend aus Detlef, Johanne und Frank.
“Hallo ihr Beiden.”, rief Detlef ihnen zu. “Jetzt sind wir ja vollzählig was die Orga betrifft und soweit auch fertig mit allem.”
“Ähmm fertig?”, fragte Johanne etwas verdutzt. “Da ist doch noch gar nichts aufgebaut.”
“Du musst es dir vorstellen Johanne. Schau mal! Da steht die Bühne, da die Hüpfburg. Und da hinten stehen immer mehr Aufbrüchler zum Wettmelken Schlange. Siehst du, genau da am Basar, wo die ganzen Schamanen und Esoterikhändler schon gierig warten. Da befindet sich der KRR-VIP-Bereich, in dem wir alle legitimierten Reichskanzler, Minister, Souveräne und Könige sämtlicher Deutschen Reiche begrüßen. Und da das Märchenzelt. Da werden Geschichten über Chemtrails erzählt. Schau mal da. Dort am Rande des Ackers, wo die Wiese noch nicht gemäht wurde, da ist das vegetarische Buffet. Du musst es dir nur vorstellen.”
Elenore stimmte den Ausführungen von Detlef zu und ergänzte: “Ja, einfach hoffnungsvoll in die Zukunft sehen. Wir hoffen zum Beispiel, dass irgendwer ne Bühne auf’n Dachboden rumliegen hat und die mitbringt.”
“Und ne Hüpfburg vielleicht. Habt ihr eigentlich alle eure Klappstühle mit?”, fragte Birgit.
“Ja.”
“Ja, ich auch.”
 “Ich nicht. Hab nur nen Klappspaten.”, sagte Frank.
“Ok, dann wäre das mit den Toiletten ja auch geklärt. Seht ihr es organisiert sich alles von selbst.” Detlef war sichtlich zufrieden.

“Ich wüsste da jemanden!”, rief Jo plötzlich.
“Wie? Was?” Stultissimus schaute ihn fragend an.
“Na wegen den Skalardingsbums. Ich kenne da einen Experten.”
“Echt? Wer soll das denn hier sein?”, fragte Nada.
Jo versuchte plötzlich cool zu wirken, verschränkte die Arme und sagte: “Ich könnt es euch ja verraten, aber dafür müsstet ihr uns nach Sterndorf bringen.”
“Müssen? Glaub mir, wir müssen gar nichts. Wir haben so unsere Methoden um das auch so aus dir herauszubekommen!”
Stultissimus ging einen Schritt auf Jo zu. Der wich ängstlich zurück. Doch Nada entspannte die Situation. “Nu lass mal. Wenn der Skalarantrieb wieder geht, ist es doch ein Klacks die über diesem Sterndorf rauszuwerfen. Nehmen wir sie halt mit.”
“Jenau...hicks…”, Ebriosus umarmte immernoch Jonathan den Barden. “Den hier nehm sch… hicks … mit. Der is scho trollig.”
Eh man sich versah, saßen Jo, Micha, Ben und Jonathan der Barde neben Snowden in der Flugscheibe, welche sich sehr langsam vom Boden in die Luft erhob und im Schneckentempo davon flog.
“So und nun raus damit! Wer ist der Experte?”, fragte Stultissimus.
“Stoll, Axel Stoll. Der Experte für Implosionswaffen und Skalarwellen. Ist nur schwer zu erreichen. Mag kein Internet und so neumodischen Kram. Aber über den Peter würde ich es versuchen. Warte mal…”
Jo durchwühlte seine Visitenkartensammlung. “Mal schauen...Schauberger... Schicklgruber … Schmidt… ah ja, hier ist seine Handynummer!”
Jo übergab die Karte Stultissimus. Dieser griff sofort zum flugscheibeneigenen Telefon und fing an zu wählen.
“Moment!”, rief Nada. “Wähl aber was vor! Handygespräche sind immer so teuer. Außerdem solltest du vielleicht nicht gleich sagen, dass du von der GFdL bist. Meld dich einfach mit einem irdischen gewöhnlichen Namen.”
“Ja, das ist ne gute Idee.”
Er wählte erneut die Nummer mit Call-by-Call Vorwahl. Das Rufzeichen ertönte und es meldete sich eine Stimme: “Ja bitte, Peter Schmidt hier.”
“Ja hallo Herr Schmidt. Hier ist Bernd…”
“Haha. Verarschen kann ich mich selber. Aber ihr seid zu früh. Ist eben nicht so einfach, wenn es keine Liveübertragung mehr gibt. Der Stammtisch hat noch gar nicht angefangen. Ich fahre gerade erst mit dem Kameraden Axel zum Chinesen. Und Tschüß ihr bezahlten Systemstörenfriede ….tut tut tut tut…”
“Das ist jetzt nicht so gut gelaufen, oder?” Stultissimus schaute Nada an. Diese nickte, sagte dann aber: “Naja, immerhin wissen wir jetzt, dass die zum Chinesen fahren und das der Skalar-Experte dabei ist. Wir orten einfach das Handy von diesem Peter und finden die so schnell die Mikrowelle uns nach Berlin trägt.”
“Fabelhaft. Dann auf nach Berlin! Alle festhalten!”
Die Flugscheibe flog mit leisen Surren gemächlich Richtung Berlin. Jo, der neben Snowden Platz genommen hatte, schaute diesen die ganze Zeit an. Dieser, etwas verwirrt von den dauerhaften Blicken seines Sitznachbarn, schaute starr in die andere Richtung.
“Sie sind mein Held, Mr. Snowden.”
“Ach ja? Toll!”
“Nein wirklich. Sie haben die Menschen aufgeklärt und das sogar mit echten Fakten. Wissen Sie, ich denke mir immer nur irgendwas aus und versuche das den Leuten dann als DIE Wahrheit zu verkaufen. Insgeheim hoffe ich ja mal einen Glückstreffer zu landen oder die Sachen im Nachhinein so zu drehen, dass es irgendwie passt.”
“Achso? Hmmm. So wie mit dem blinden Huhn, ja?”
Das Interesse von Snowden an diesem Gespräch war eher dürftig.
“Ja genau. Er findet zwar nie ein Korn, aber erzählt den anderen blinden Hühnern, dass er eins gefunden hätte.”, schaltete sich Micha ins Gespräch. “Eine Taktik, die ich persönlich auch erfolgreich durchziehe.”
“Ist ja toll.”, meinte Snowden. “Und was ist, wenn mal ein Huhn kommt, was nicht blind ist und das Korn sehen will?”
“Dann erzählen wir einfach, der böse Hahn hat es gefressen!”
“Ist ja interessant.”
Langsam näherte sich die Scheibe der Hauptstadt. Jo versuchte das Gespräch mit Snowden am laufen zu halten.
“Sie saßen ja in der Höhle des Löwen und haben praktisch jede Information auf ihrem Bildschirm gehabt. Sicher kennen sie Gold-Rot-Schwarz, den Aufbruch. Gibt bestimmt eine Spezialabteilung, welche uns überwacht und verfolgt, oder? Die haben doch Angst vor uns!”
Snowden zog die Stirn in Falten und überlegte kurz.
“Gold-Rot-Schwarz? Aufbruch? Nein noch nie gehört. Hat bestimmt der Spamfilter von Prism gelöscht. Jeden Scheiß speichern die da auch nicht.”

“So fangen wir an?” Axel blickte in die Runde. “Ich begrüße euch zum nunmehr wasweißichwievielsten Neuschwabenland-Stammtisch. Sind heute neue Personen anwesend? Ja, da hinten. Dann möchte ich mich erstmal vorstellen. Mein Name ist Stoll, Axel Stoll. Ich bin promovierter Naturwissenschaftler im Eigenvertrieb. Mathematik, Physik und manchmal auch Geologie. Ich hab auch ein Buch geschrieben. Das Wissen um die wahre Physik. Ein Bestseller. Sämtlichst vergriffen. Sämtlichst. Bekommst du gar nicht mehr. Wer Interesse hat, dem kann ich gern ein Exemplar verkaufen. Der soll dann in der Pause einfach zu mir kommen. Mein Vortrag befasst sich heute mit Implosionswaffen. Da ist ordentlich Bums dahinter. Explosion ist Kindergarten dagegen. Aber erstmal Peter, was hast du heute vorbereitet?”
“Ja also ich erzähle heute was über das Deutsche Reich, Kriegseinsätze von 1945 bis gestern.“
“Ah, sehr schön, Peter”
“Aber zuvor noch ein Hinweis. Sämtliche Ton- und Bildaufnahmen sind aus urheberrechtlichen Gründen verboten.”
“Willensbruch! Das ist Willensbruch!”, tuschelte leise ein kleiner Mann am Ende des Tisches. Er versteckte sein Gesicht in dem weit nach oben geklappten Kragen seines Mantels und hatte seinen Hut tief ins Gesicht gezogen. Peter schaute in seine Richtung.
“Mario? Das bist doch du?”, fragte er.
“Mario? Ich kenne keinen Mario. Ich bin, ein dir völlig unbekannter Mann, den du noch nie gesehen hast!”
“Mario, so blöd bin ich nun auch wieder nicht. Klar bist du es. Ich hab dir doch ausdrücklich gesagt, dass du hier nicht mehr erwünscht bist. Vermutlich läuft deine Kamera in deiner Tasche. Verlasse umgehend diesen Stammtisch.”
“Willensbruch ist das! Massiver Willensbruch! Aber nicht mit mir. Nicht mit Mario. Ich fordere Schadensersatz.”
Wie ein schimpfender Giftzwerg stand er auf und lief zur Tür.
“Mario könnt ihr nicht zum Schweigen bringen. Ich bin einfreier Mensch ohne Personalausweis. Ihr seid doch alles Sklaven. Genau, Sklaven seid ihr! Das kommt alles bei YouTube.”
Gerade als er die Tür öffnen wollte, wurde diese von außen geöffnet und es erschien ein sehr gut ausgestattetes weibliches Wesen. Mit ihren schier endlos wirkenden Beinen, einer stattlichen Oberweite und in einer Uniform, die - wohl aus Sparzwang - nur das Nötigste verdeckte, stolperte sie fast über Mario.
Dieser blickte zu ihr nach oben. Seine Stimmung schlug urplötzlich um. Säuselnd sprach er zu ihr. “Hallo Du, kommst du aus Berlin? Hast du meine YouTube-Aufruf gesehen und möchtest mich zum NSL-Stammtisch begleiten? Ich wusste es, dass es klappen würde! Jahaaaaa. Hahahaaaaa.”
Er versuchte ihr die Hand zu küssen, doch zog sie diese weg, ging an ihm vorbei und wandte sich an die Männerrunde am Tisch.
“Ich bin Lady Nada und bin hier einzig wegen Axel Stoll! Er soll mal meinen Skalarantrieb durchchecken!”
Axel verschluckte sich an seiner eigenen Spucke und musste laut husten. Der Rest der Männer fing an zu grölen und zu pfeifen.
“He Axel, alter Haudegen!”
“Je oller, desto doller.”
“Glückwunsch Axel.”

Fortsetzung folgt... und zwar genau hier!

Mittwoch, 31. Juli 2013

Der Aufbruch zum Sommerfest - Kapitel III


Was bisher geschah, kann im Kapitel I und Kapitel II nachgelesen werden!


Galaktische Rettung?

Währenddessen auf einem Acker bei Alsfeld.
“Hier muss es sein. Wo sind nur alle?”
Detlef war gerade angekommen und suchte verzweifelt nach dem Festgelände.
“Haaaaaalloooo! Ist hier jemand? Ben, Jo! Wo seid ihr denn alle? Aber das muss doch hier sein. Das ist doch genau der Platz den Ben beschrieben hat. Wo sind die bloß? Bin ich zu früh oder fällt es doch aus. Mir sagt ja keiner was. Selbst im Forum redet niemand mit mir.”
Er ließ den Kopf hängen und wollte gerade wieder gehen, als am anderen Ende des Kartoffelackers zwei weitere Personen auftauchten und langsam näher kamen. Als sie nah genug heran waren, erkannte er eine Frau und einen Mann.
“Hallo Johanne. Gott sei Dank. Ich dachte schon es kommt keiner mehr. Wer ist denn der Herr an deiner Seite?”
“Hallo Detlef. Schön dich zu sehen. Das ist der Frank. Ich habe ihn mitgebracht zur Unterhaltung. Er singt so schöne Lieder. Weißt du die gehen so nahe. Wundervoll.”
Sie fing an zu schwärmen und Frank lächelte beschämt.
“Frank sing doch mal was für uns!”, forderte Johanne ihn auf. Dieser nahm sofort Haltung an, nahm seine Gitarre und fing an zu singen: “...mit Rudolf Hess ist uns ein Held geboren...”
Erst hörten sie ihm kurz zu, unterhielten sich dann aber weiter.
“Meinst du nicht, dass der irgendwie rechts ist?”, fragte Detlef und Johanne antwortete: “Neiiiiin, denkst du? Neeee, der singt doch nur schöne Lieder.”
“Ja aber Hess war doch Nazi.”
“Keine Ahnung. Der singt doch, dass der geboren wurde. Vielleicht ist das ja auch sein Enkel, oder so. Heißen bestimmt nur zufällig gleich. Manchmal singt er auch von einem Adolf. Das wird sicher sein Opa sein. Oder kennst du vielleicht einen Adolf der Nazi war?”
“Ähm...” Detlef war sich nicht sicher.
“Ist ja auch egal.”, meinte Johanne schließlich. “Was soll das immer mit rechts und links, vorne und hinten, oben und unten. Wir lassen uns doch nicht in Schubladen stecken!”
“Ja, wenn du das so siehst.”

Zur gleichen Zeit fuhr eine kleine Gruppe von Motorrädern mit lauten Knattern über die die deutsche Autobahn. Eigentlich nichts ungewöhnliches, sah man aber genauer hin, erkannte man auf den Jacken der Rocker vor dem Wort “Angel” ein Sück Panzertape, auf dem mit Tipp-Ex “arch” geschrieben stand. Stefan und Medi waren als Sozius und Sozia mit von der Partie und Medi rief ständig lautstark: “Juhu. Alsfeld, wir kommen!” Sie winkte dabei so stark mit ihren Armen, dass der Fahrer Mühe hatte sein Gefährt unter Kontrolle zu behalten. Stefan hingegen war ein ruhiger Beifahrer. Er klammerte sich fest an seinen Vordermann und machte seine Atemübungen.

Kaum hatte Jo das Telefongespräch mit dem obersten königlichen Souverän beendet und voller Stolz seinen Freunden Erfolg gemeldet, ertönte ein leises Grummeln, welches immer lauter wurde. Ein Pfeifen und Donnern gesellte sich dazu. Eine riesige Flugscheibe flog über den Köpfen der Vier hinweg und setzte unsanft auf der Wiese genau vor unseren Helden auf.
“Jo, hol die Kamera raus. Wir schreiben Geschichte. Jetzt können wir es diesen ganzen Skeptikern zeigen.”, Micha war begeistert und hüpfte wie wild umher.
“Mist! Die liegt im Auto.”
“Mensch Jo! Was bist denn du für ein Journalist. Wir als Aufklärer, als die, die die Wahrheit kennen und furchtlos weiterverbreiten, müssen immer gerüstet sein. Die Kamera muss eins mit dir sein, sie ist ein Teil von dir. Die kannst du doch nicht so einfach liegen lassen. Hast du vielleicht eine Ahnung, wie viele Klicks uns das auf YouTube gebracht hätte!?”, schimpfte Micha und Jo fragte kurz: “Na und wo ist denn dann deine Kamera?”
“Ähmm... das tut hier gar nichts zur Sache. Du wolltest das Ganze journalistisch begleiten! Ich hab schon die Beschlüsse beigesteuert. Wird Zeit, dass du auch mal was dazu beiträgst.”
“Nu streitet euch doch nicht!”, forderte Jonathan der Barde die Zwei auf. “Was sollen denn die Besucher von uns denken? Lasst Sie uns begrüßen!”
Er holte aus seinem Rucksack die Klappukulele raus und fing an zu singen: “Nanana”
Ben und Jo stimmten mit ein und winkten mit kleinen Papierfähnchen. Die waren von der letzten WM noch übrig und wurden in akribischer Handarbeit vom Stil gerissen und mit Klebeband verkehrt herum wieder angeklebt. Teilweise lösten sie sich aber bereits wieder. Micha stand daneben, schüttelte wieder nur mit dem Kopf und fragte sich: “Warum treffen sich die Außerirdischen immer nur mit den Idioten?”
Er sah es als besonderen Glücksfall an, dass er nunmehr dabei sein konnte und ergriff die Initiative. Der singende und winkende Begrüßungstrupp stimmte gerade die zweite Strophe an. Micha trat nach vorn, hob die Hand, spreizte die Finger zum vulkanischen Gruß auseinander und rief: “Willkommen, meine galaktischen Freunde. Ich bin der Michael, außenpolitischer Sprecher von Gold Rot Schwarz, dem Deutschlandprojekt und vertrete die Menschheit. Solltet ihr friedselig sein, nehme ich gern die vielen Gastgeschenke als Vertreter der Erde an. Solltet ihr feindselig sein und Menschen zum Sezieren suchen, dann habe ich da drei Gastgeschenke für euch.” Dabei zeigte er hinter sich auf das noch immer singende Trio.
Plötzlich öffnete sich eine kleine Luke. Jo, Jonathan der Barde und Ben verstummten. Alle blickten gespannt das UFO an. Mit lautem Zischen vernebelte weißer Rauch den Blick ins Innere. Ein helles Licht blendete die Vier. Ein schattenhaftes Wesen erschien in der Öffnung und kam langsam näher.
“Ich bin Lord Stultissimus, ehemaliger oberster Kabalenjäger und Sprecher des sauberen Stammtisches Ganymed. Seid gegrüßt, ihr merkwürdigen Gestalten.”
“Euch schickt sicher der Schöpfer, uns zu helfen.” Jo ergriff das Wort. “Der Peter ist echt gut. Der hat den lieben Gott sicher in seiner Kurzwahlliste.”
“Welscher Pet’r?”, lallte es plötzlich hinter Stultissimus und Lord Ebriosus schwankte mit einer Flasche 'IW Hlq aus dem Raumschiff. “Etwa Pet’r der Große? Dann saaahg ihm, er schuldet mir noch ne Revanche beim Wodka-Wetttrinken. Isch ...hicks... haaab jetzt viel strainiert.”
“Vielleicht solltest du dein Training in deine Freizeit verlegen und nicht gerade, wenn du im Einsatz unsere Flugscheibe steuerst.”, ermahnte ihn Stultissimus.
“Was kann ich dafür, ...hicks... dass die nicht mehr ordentlich die Flugbahnmarkierungen sprühen. Siiihssst alles ...hicks... nur blau.”
Früher war es einfacher für die GFdL ihre Scheiben auf der Erde zu fliegen. Die Flugbahnmarkierungen wurden regelmäßig aufgefrischt. Doch seit ein gewisser Dominik ständig Beschwerde beim galaktischen  hohen Riesenrad einlegte und sämtliche untergeordneten Behörden der galaktischen Verwaltung zuspamt, wurde diese, der Sicherheit dienenden Maßnahme, erheblich zurückgefahren. Immer wenn gerade wieder eine Markierung erneuert wird, beantragt Dominik eine neue einstweilige Verfügung und es darf bis zur Entscheidung des Rates nicht gesprüht werden. Die Erde wird seitdem wegen der Unfallgefahr von den meisten galaktischen Touristen gemieden, so dass Transmedialreisen CoKGdL arg in Bedrängnis geriet und aufgrund des Umsatzeinbruchs zu drastischen Sparmaßnahmen greifen musste. So wurde zum Beispiel im letzten Winter das Licht bis auf die Notbeleuchtung abgeschaltet. Das gab es das letzte Mal vor 43 Jahren.
“Aber ihr seid schon hier, um uns zu retten?”, fragte Jo nochmals vorsichtig an.
“Wir jemanden retten?”, eine weibliche Stimme ertönte aus dem inneren der Scheibe und kurze Zeit später erschien ein sehr gut ausgestattetes weibliches Wesen. Mit ihren schier endlos wirkenden Beinen, einer stattlichen Oberweite und in einer Uniform, die - wohl aus Sparzwang - nur das Nötigste verdeckte, trat sie vor die vier Erdlinge.
“Wir sind schon froh, wenn wir uns selber über den Tag retten. Oh Entschuldigung, ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt. Lady Nada mein Name. Stellvertretende Stammtischsprecherin, galaktische Frauenbeauftragte dL und Kindermädchen für die beiden Hohlerden hier.”
Ben fiel die Kinnlade herunter und ein großer Sabbertropfen suchte sich seinen Weg nach unten. Er ging auf Nada zu, nahm ihre Hand, küsste diese und sprach: “Benjamin. Es ist mir eine Ehre. Du darfst Ben zu mir sagen!”
“Im Ernst.” Nada verzog ein wenig das Gesicht.
“Ich handle mit Gold. Hab jede Menge davon. Darf ich dir diese Goldkette schenken.”
Er reichte ihr ein Stück Papier und aufgrund ihres verwirrten Blickes erklärte er weiter: “Physisch lagert die Kette in der Schweiz im Gotthardmassiv, aber mit dem Zertifikat ist sie nun dein. Naja, Glied für Glied. Jeden Monat kommt ein neues hinzu. Ein Sparkette eben.”
Er streckte ihr das Zertifikat zu, doch Nada wiegelte ab.
“Du willst mich mit Gold beeindrucken. Daraus machen wir bei uns Blei. Für alles Andere ist das nicht zu gebrauchen. Mich beeindruckt man mit Spiritualität, mit Magie...”
“Magie? Oh das kann ich. In mir steckt ein wahrer Zauberer.”, sagte Ben stolz und kramte in seiner Taschen.
“Ahso ein Zsauberer ...hicks... st’ckt in dir. Hascht du Merlin zu Frühstück gfressen?”, fragte Ebriosus ihn. “Jetzt wissen wir ...hicks... wenigst’ns wo der g’blieben is.”
Ben schaute Ebriosus kurz an, wendete sich dann aber wieder an Nada, hielt einen Stapel Karten in der Hand und sagte: “Zieh irgendeine Karte! Aber nicht verraten welche!”
Sie tat aber nicht dergleichen und schenkte Ben nicht weiter Beachtung, sondern drehte sich zu Stultissimus und sagte: “Übrigens hat Mr. Snowden die Bruchlandung ganz gut überstanden. Wenigstens etwas Positives.”
“Snowden? Edward Snowden? Hier?”, Micha freute sich. “Unsere galaktischen Brüder und Schwestern retten ihn vor den Schergen der Vereinigten Staaten und gewähren ihm Asyl.”
“Asyl? Retten?”, Stultissimus schüttelte mit dem Kopf. “Wir bringen ihn nach Ganymed zum GSA . Er soll verhört werden.”
“Aber er ist ein Held. Er hat die Praktiken des totalitären Überwachungsstaates offengelegt.” Jo verstand die Welt nicht mehr.
“Na und? Meinst du, dass interessiert uns. Unser oberster Boss ist Gott. Der sieht alles, der hört alles, der weiß alles. Wenn einer für absolute Überwachung steht, dann doch wohl er oder?”
“Ja aber, die haben da auch alles aufgezeichnet und gespeichert. Unsere ganzen Emails und Telefonate. All das, was wir bei Facebook eingestellt haben, aber keiner wissen soll.”, sagte Jo und auch Ben war entrüstet. “Während ich viel Geld für die ganzen telefonischen Wurzelchakra-Öffnungen ausgeben musste, konnten die dort kostenlos mithören. Ich fordere Gerechtigkeit und Schadensersatz.”
Stultissimus, Ebriosus und Nada zuckten nur mit den Schultern und Nada meinte darauf: “Wenn ihr so ein Problem damit habt, warum versucht ihr dann ständig in der Akasha-Chronik zu lesen? Dieser gigantische Datenspeicher enthält doch wohl alles was war, was ist und was sein wird. Dagegen ist Prism ein Bilderbuch für Babys. Ich habe aber noch keinen von euch fordern hören ‘Stopp Akasha’.”
“Und warum wollt ihr ihn dann verhören?”, fragte Jo.
“Der Boss will wissen, was Snowden bzw. Prism über ihn weiß.”, antwortete Stultissimus.
“Ja aber...”, meldete sich, der bis dahin schweigende, Jonathan der Barde zu Wort. “...aber wenn doch Gott alles weiß, dann...”
“Sag mal mein Junge...”, Nada wurde leicht zornig. “Kommst du mir etwa mit Logik. Was bist du denn für ein esoterischer Freigeist?”
“Entschuldigung. Hab nicht nachgedacht.”
“Nachdenken? Jetzt will er auch noch nachdenken. Wer ist dieser Mensch eigentlich?”
Als Jo, Ben und Micha die wütende Nada so sahen, machten sie einen Schritt zur Seite und entfernten sich schnell von Jonathan den Barden. Jo sprach: “Keine Ahnung, wer das ist.”
Und Micha fuhr fort: “Eigentlich kennen wir den gar nicht. Er stand plötzlich bei uns auf der Bühne und hat Nanana gesungen.”
Ben stimmte dem zu. “Ja genau. Er gehört garantiert nicht zu uns. Wir denken nie nach, sondern plappern einfach nur nach.”
Jonathan dem Barden rutschte das erste Mal in seinem Leben das breite Grinsen aus dem Gesicht.
“Nu lass ihn doch...hicks... der singt doch so cheen.” Ebriosus umarmte Jonathan den Barden, “Bischt mei Guter...hicks...” und fing an zu singen “Ein bischen Liebe, ein bischen Lischt, doch ist’s zu dunkel, isch find mich nisch.”
Jonathan der Barde war ganz froh darüber, dass Ebriosus ihn vor der wildgewordenen Nada beschützte und beide standen singend in tiefer Umarmung da.

“Könnt ihr uns nach Alsfeld bringen? Das ist doch sicher nur ein kleiner Hüpfer mit der Flugscheibe.”, fragte Jo.
“Tut mir leid. Wir haben einen Auftrag zu erfüllen und keine Zeit dafür. Wir müssen noch heute Mr. Snowden nach Ganymed bringen.”, antwortete Stultissimus.
“Tja, das wird wohl nix werden.”, meinte daraufhin Nada. “Der Skalarantrieb ist im Arsch. Wir können nur noch mit Mikrowelle fliegen.”
“Damit kommen wir ja nicht mal bis zu den Mondnazis. Sonst hätten wir zu FTG (Flugscheiben-Teile-Göring) fliegen können.” Stultissimus überlegte. “Seit die Vril-Gesellschaft nicht mehr existiert und Neuschwabenland zugefroren ist, gibt es keine Flugscheiben-Meisterwerkstatt auf der Erde mehr. Das ist jetzt ein irgendwie blöd.”
“Könnt ihr nicht um Hilfe channeln?“, fragte Micha.
“Neiiin!”, antwortete Nada erschrocken und Stultissimus erklärte weiter: “Wir laufen auf Bewährung. Wenn wir diesen Auftrag wieder versauen, dann werden wir in die Minen auf Rura Penthe geschickt.”
“Oh, das ist nicht schön. Bergbau ist körperlich sehr anstrengend.” Micha hatte Mitleid.
“Nein. Da wird schon lange kein Bergbau mehr betrieben. Anstrengend ist es trotzdem. Da ist die Zentrale von “Wünsch-Dir-Was-Vom-Universum”. Da musst du ständig die vielen Bitten der Esoteriker schreddern. Frag nicht, was da so täglich ankommt. Da will ich echt nicht hin. Wir müssen hier unbedingt jemanden finden, der sich mit Skalarantrieben auskennt. Doch wer sollte das schon sein? Hier auf der Erde?”

Fortsetzung folgt... und zwar genau hier!

Montag, 29. Juli 2013

Der Aufbruch zum Sommerfest - Kapitel II

Was bisher geschah, kann hier nachgelesen werden!

Getrennte Wege

Irgendwo auf einem Parkplatz an einer deutschen Autobahn stehen 6 lustige Gestalten und schauen betröpfelt ihrem Gefährt hinterher, welches eben den Parkplatz verließ und zwar am Hagen Haken eines Abschleppers.
“Und nun?”, fragte Micha, “Kann ich nach Hause fahren? Das hat sich ja jetzt erledigt.”
“Wir lassen uns doch davon nicht einschüchtern.”, antwortete Jo ganz aufgeregt und drohte mit der Faust dem hinter dem Abschlepper wegfahrenden Polizeiwagen. “Ihr werdet es schon noch erkennen. Wir sind das Volk, der Aufbruch, GRS … wenn wir erstmal das Sagen haben, dann werdet ihr... ja dann werdet ihr...”
“Jo du hyperventilierst ja. Ruhig, ganz ruhig.”
Ben fechelte mit dem Berg Knöllchen, welche er kurz zuvor von den Beamten erhalten hat, Jo Luft zu.
“Und wer hat uns das ganze eingebrockt?”, fragte Micha und sah dabei Jonathan den Barden an. Der war sich aber keinerlei Schuld bewusst und sagte nur: "Darf ich euch einladen aus der Rechtfertigung rauszukommen. Ihr braucht mir nicht zu danken, sondern dankt euch selber." Er griff zur Gitarre. Doch gerade als er mit seinem “Nanana” anfangen wollte, entriss Micha ihm das Instrument und schleuderte es im hohen Bogen weg. Ungünstigerweise traf die Gitarre den Seitenspiegel eines der Motorräder einer kleinen Rockergang, die gerade Rast machten. Mit lautem Klirren zerschellte der Spiegel. Die ganze Gruppe, in Leder gekleideter grimmig schauender Männer, drehte sich zu den 6 Aufbrüchlern um.

Urplötzlich verstummten alle Geräusche und Stimmen. Selbst der Wind hörte auf zu wehen. Menschen flüchteten  in ihre Fahrzeuge und verließen schnell den Parkplatz. Ein Kind weinte im Hintergrund. Irgendwer spielte “Das Lied vom Tod” auf der Mundharmonika. Langsam setzten sich die Rocker in Richtung von Micha und den anderen in Bewegung. Die Hände waren zu Fäusten geballt, die Gesichter ebenso.
“Upps!”, meinte Ben, “Vielleicht sollten wir versuchen wegzulaufen?”
Medi war da aber anderer Ansicht.
“Ach wieso denn? Mit denen kann man sicher darüber reden. Schaut mal! Auf den Jacken steht sogar irgendwas mit Angel. Das sind sicher sehr spirituell eingestellte Menschen. Das ist ein Zeichen. Es entwickelt sich alles zu unseren Gunsten.”
Während Micha, Jo, Ben und Jonathan der Barde schrittweise zurückwichen, Stefan nicht so recht wusste, was er tun solle, machte Medi einen Schritt nach vorn und winkte den immer noch langsam herankommenden Rockern zu.
“Hallo Jungs. Das hat der Micha nicht mit Absicht gemacht. Ist ja nur ein Spiegel, den braucht man doch eigentlich gar nicht. Der Jo hat in seinem Studio auch keinen. Deswegen ist es da immer so schwer sich die Haare zu machen vor dem Interview bei bewusst.tv.”
“Medi, lass uns weglaufen. Das sieht nicht gut aus. Die wollen sicher nicht über Frisuren reden.” Stefan versuchte Medi wegzuziehen.
“Ach was, vielleicht können die uns ja auch ein Stückchen mitnehmen.”
“Also ich hau ab.”, sagte Ben, “Mit den KB-Gold-Kunden konnte man auch nicht reden und die sahen weitaus harmloser aus, als die Typen da.”
Sprach es und lief fort. Jo, Micha und Jonathan der Barde folgten ihm. Medi blieb still stehen und Stefan versuchte sie immer noch wegzuzerren.  Die Rocker erhöhten ebenfalls ihr Tempo und fingen mit lautem Geschrei an zu rennen.
“Immer dieses männliche Prinzip, sich die Nasen blutig hauen zu müssen. Folgt doch dem weiblichen Prinzip! Reden! Reden, reden, reden! Und das den ganzen Tag. Einfach nur reden. Vollkommen egal über was. Das Thema legen wir einfach hinterher fest.”
“Medi, sei nicht albern! Nun komm schon! Die wollen nicht reden.” Stefan war am Verzweifeln. Er versuchte mit speziellen Atemtechniken den aufkommenden Stress wegzuatmen. “Angst ist nicht gesund ... hechel ... Angst ist nicht gut … hechel...einatmen, ausatmen...tief einatmen...langsam ausatmen.”
Es sah aus, als ob er die Angreifer wegpusten wollte, was natürlich nicht funktionierte. Sie erreichten die Beiden, stoppten und bildeten eine Kreis in dessen Mitte Medi und der immer noch heftig atmende Stefan standen. Ein großer, kräftiger Mann, der wohl der Anführer zu sein schien und dessen Spiegel es war, der zu Bruch ging, ergriff das Wort.
“Sooooo! Fangt schon mal an zu beten.”
“Siehst du, Stefan, dass sind gläubige Menschen. Ich hab es doch gewusst. Lasst uns doch zusammen beten... ‘Ich bedanke mich für die getrennte Zeit’...”
Doch wurde sie mit einem lauten “Halt den Mund!” unterbrochen. Kurz vom Mut übermannt, blickte Stefan hinter Medi vor und sagte mit leicht piepsender Stimme
“Moment. I...I...Ihr wollt doch keine schwangere Frau schlagen...hechel...” Stefan atmete immer noch sehr heftig. Medi schaute ihn an und sagte: “Ich bin nicht schwanger!”
“Ich schlage keine schwangeren Frauen, aber nichtschwangere Männer.”, meinte darauf der Anführer der Rockerbande. “Obwohl du atmest, als ob du kurz vorm kalben wärst.”
“Nicht hauen. Ich war es doch gar nicht gewesen.”
“Ja, aber du kennst den Typen, der es getan  hat, oder?”
“Och, kennen... naja wir sind uns mal begegnet, haben ein paar Konferenzen abgehalten und fahren jetzt zusammen Zelten... also kennen... ja...pffff... flüchtig vielleicht.”
“Nehmt ihr uns nun ein Stück mit oder nicht?”, schaltete sich Medi ins Gespräch und erntete fragende Blicke sowohl von Stefan als auch den Rockern.
“Sag mal hat die getrunken oder irgendwas eingeschmissen?”
“Nein. Doch nicht mit dem ungeborenen Kind im Bauch.”, entrüstete sich Stefan über diese Frage.
“Ich bin nicht schwanger, aber pullern müsste ich mal.”
“Bist du sicher.”
“Ja klar bin ich sicher.”
“Aber der Jo hat doch gesagt...”
“Der Jo hat davon ungefähr so viel Ahnung, wie der Hahn vom Eierlegen. Ich hab mir einfach nur die Blase verkühlt. Wenn du jetzt noch einmal behauptest, ich wäre schwanger, dann hau ICH dir noch vor dem Typen hier ein paar in die Fresse.”
“Medi?! Denk ans weibliche Prinzip!” Stefan war schockiert.
“Ruhe. Hier geht es um meinen Spiegel. Dürfte ich das freundlicherweise nochmal in Erinnerung bringen.”
“Ähm, wenn ich mal kurz dürfte.”, fing plötzlich ein weiteres Mitglied der Rockergang an, “Das passiert schnell mit der falschen Kleidung auf dem Motorrad. Damit ich nicht zu scherzen.”
"Was?" Der Boss der Gang blickte leicht verstört.
"Na Blasenentzündung!"
“Ja mir geht das auch so.”
“Viel trinken und vorallem den Urin nicht zurückhalten. Einfach sofort Wasserlassen, wenn der Drang da ist. Das ist wichtig.”
Immer mehr der Rocker schalteten sich in das Gespräch ein und überraschten mit umfangreichen medizinischen Wissen.
“Schwarzen Tee und Kaffe sollte man meiden.”
“Und kein Alkohol.”
“Gegen die Schmerzen hilft Bärentraubenblättertee.”
“Und die Füße warm halten.”
"Kürbiskerne bei Blasenschwäche."
Eine rege Diskussion über Blasenprobleme kam so  unter den Gangmitgliedern auf.
“Jungs? Was soll das?” Völlig verständnislos blickte der Chef seine Gangmitglieder an und zu Medi blickend, sagte er: ”Was hast du aus meinen Jungs gemacht.” Doch diese erklärte ihm, dass es doch gut sei mal den harten Kerl beiseite und die weibliche Seite rauszulassen. Der Spiegel war bald vergessen. Man unterhielt sich angeregt über Kräutertees, Entspannungstraining und alternative Heilmethode.
“Aha du meinst also Arnika D12 hilft bei Prellungen nach einer ordentlichen Schlägerei.”
"Ja wenn du zusätzlich noch Eis drauflegst..."

“Jungs, ich glaub die verfolgen uns nicht weiter.”, Jo hielt vollkommen außer Atem an. Micha, Ben und Jonathan der Barde stoppten ebenfalls.
“Wir haben Verluste zu beklagen. Medi und Stefan sind nicht hier.”, stellte Micha fest.
“Falls wer fragen sollte, wir haben alles esomögliche getan, um ihnen zu helfen. Ok?”
Jo blickte seine Freunde an und Ben, heftig atmend, meinte: “Ja ich hab mindestens 100 Wünsche ans Universum geschickt beim Laufen.”
“Wer macht jetzt eigentlich die Meditationen auf dem Fest?”, fragte Jo.
“Hast Du etwa immer noch Hoffnung, dass wir je da ankommen werden. Du bist echt so was von naiv.” Micha fing an wieder mit den Kopf zu schütteln.
“Jetzt hör aber auf. Wenn Du die Gitarre nicht weggeworfen hättest, dann wären wir alle noch zusammen.”
“Und hätten trotzdem kein Fahrzeug. Der Terrorbarde musste sich ja unbedingt freigeistig an dem Bus auslassen.”
“Wir könnten ja Fliegen. Ich darf ja jetzt Jumbojets steuern. Steht auf meinem neuen Führerschein.”, war Ben überzeugt und Jonathan der Barde bestätigte dies mit einem ausdauernden und schnellen Nicken.
“Warum hab ich eigentlich keinen neuen Führerschein bekommen.”, monierte Jo. “Ich bin immerhin keltisch bekennender Druide, Ehrenkrampfer von Germania, Mitglied im Bodybuilderclub ‘Anna Bolika’...” Er blätterte dabei den Stapel Scheckkarten aus seinem Portemonnaie  durch und zählte alles auf: “... Mitglied bei ‘Esos gegen die Vernunft’, Strohdachverband der vereinigten Selbstverwalter, Freie Energiegruppe Worpswede...”
Mitten in diesen Stapel hatte sich eine Visitenkarte eingeschlichen auf der “Peter Fitzek” stand. Darunter durchgestrichen Koch, weiter durchgestrichen Videothekenbesitzer, darunter wieder durchgestrichen Vereinsvorsitzender und mit schwarzen Edding über alles geschrieben Oberster Souverän.
“Vielleicht sollten wir den Peter mal anrufen.”, fragte Jo als er die Karte in der Hand hielt.
“Und was soll der bitteschön machen?” Micha schaute Jo etwas ratlos an.
“Naja, der hat Einfluss, kennt viele Leute. Hat nen Draht zum Schöpfer. Ein Versuch wäre es wert.”
“Dann mach. Obwohl ja Außenpolitik eher in mein Ressort fällt.”, sagte Micha.
“Sicherheitspolitik auch! Und was hast du gemacht? Nen Angriffskrieg losgetreten und eine Gruppe von Motorradliebhabern mit Musikinstrumenten bombardiert.”, antwortete Jo und wählte die Nummer des Königs in spe. Nach kurzen Rufzeichen, meldete sich die Mailbox. Ein monumentales “Halleluja...” ertönte, wurde leiser und Peter fing an zu sprechen:
“Hallo. Hier ist der königliche Anschluss  des obersten Souveränen des Königreiches Deutschland. Leider bin ich derzeit nicht persönlich zu erreichen, da ich wahrscheinlich eine neue Verfassung schreibe oder eine neue vereinte Nation gründe. Bitte hinterlasse deine Nachricht nach meinem Vortrag über das Völkerrecht...”
“Das könnt jetzt etwas dauern. Ist nur die Mailbox.”
“Warte mal kurz.”, meinte darauf Micha, holte einen Bündel Euroscheine aus seiner Tasche und wedelte damit vor dem Telefonhörer.
“Klick... Knack... Peter Fitzek hier. Sie wollen spenden und mich...ähm uns unterstützen.”
"Wusste ich es doch." Micha war stolz. "Das funktioniert bei jedem von uns."
“Ja hallo Peter ist der Jo.”
“Achso du..ähmm hallo Jo.” Man spürte förmlich die Enttäuschung des Obersten Souverän durch das Telefon. “Du, Jo, ich hab jetzt gar keine Zeit. Die stehen hier Schlange, weil sie ihr Geld auf der Königlichen Reichsbank anlegen wollen. Hier ist die Hölle los.”
Peter hielt den Hörer etwas von seinem Mund weg und redete mit verstellter Stimme: “Guten Tag. Ich würde gern einen größeren Betrag bei Ihnen anlegen.”
“Peter ich höre, dass du das bist!”
“Ha. Bösartige Unterstellungen sind das. Ich habe hier tausende von Sparbüchern...”
“Ja is klar Peter. Du, wir brauchen deine Hilfe. Wir sitzen hier fest. Der Werkschutz der BRiD GmbH hat uns unser Auto geklaut, wir wurden von bezahlten Schergen des Staates gejagt, Medi und Stefan sind für Vaterland und Mutter Erde gefallen und wir müssen so schnell wie möglich nach Alsfeld zum Sommerfest.”
“Bin ich ein Busunternehmen oder was? Du bist doch Taxifahrer.”
Peter verstand den Sinn des Anrufes nicht, was man ihm wohl auch nicht verübeln konnte.
“Ich dachte ja nur...”, meinte Jo “... es gibt ja soviel in deinem Königreich. Und bei deinem Verkehrsministerium steht ja ‘...Zudem werden die öffentlichen Verkehrsmittel ausgebaut und preiswert oder kostenlos für alle zur Verfügung gestellt...’ . Wie weit seid ihr denn damit?”
“Das gilt doch nur für’s Königreich. Das ist das Tretauto vom Andreas, welches zwischen Pförtnerhäusel, Reichstechnologiezentrum und Staatskanzlei pendelt. Der Andreas hat auch schon an einen alten Tresor Räder geschweißt. Den hängen wir dann noch dran. Dann haben wir einen Geldtransporter und können so das viele Geld von der Reichsbank in Wittenberg zu mir nach Hause fahren. Linienverkehr nach Alsfeld ist noch in Planung.”
“Frag ihn doch, ob er einen Jumbojet rumliegen hat.”, rief Ben. “Einen Piloten brauchen wir nicht. Ich kann den fliegen.” Stolz wedelte er wieder mit seinem neuen Führerschein.
“Warum sagt ihr euren Leuten nicht einfach, dass ihr nicht könnt und die feiern dann eben ohne euch.”, fragte Peter. Jo wurde bleich.
“Um Himmels Willen, das geht gar nicht. Dann merken die am Ende noch, dass die uns gar nicht brauchen und wir vollkommen nutzlos sind. Du weißt doch wie das läuft. Wir lassen das alles irgendwie laufen und hinterher behaupten wir dann, wir hätten uns total verausgabt bei der Organisation und eine Belohnung verdient.”
“Dann holt euch euer Auto zurück. Beruft euch auf internationales Recht und sagt denen, dass es Diebstahl ist. Wenn die nicht hören wollen, dann müsst ihr sie verhaften. Ganz einfach.”
“Ich kann doch nicht ins Polizeirevier gehen und Polizisten verhaften. Wie stellst du dir das vor. Weißt du wie viele da drin sind. Die haben Handschellen und Uniformen...hmm...obwohl...”
Jo überlegte kurz. “Neee das geht nicht.”
“Das hab ich doch auch gemacht.”
“Bei dir war es eine Sachbearbeiterin im Rathaus. Du gegen eine Frau. Wir gegen viele Männer mit Pistolen.”
“Na und. Ich alleine. Ihr zu mehreren.”
“Ja und? Du hast ja auch nicht gerade gewonnen, oder? Das bringt doch nichts. Ich rede doch immer nur. Die Aktionen überlasse ich den anderen.”
“Siehst du! Das unterscheidet uns. Ich handle. Jeden Tag, ne gute Tat. Für Frieden, Licht und Liebe, seid bereit.”
“Immer bereit.”, hörte man im Hintergrund rufen.
“Vorwärts Neudeutsche Jugend, für ein esoterisches Vaterland.”
Im Hintergrund hörte man Gesang: “Bau auf, bau auf, bau auf, bau auf, Neudeutsche Jugend bau auf. Für eine esoterische Zukunft, ohne Sinn und Verstand...”
“Die hast du ja gut im Griff. Deine jungen Leute da.”
“Klar. Das sind die Schöpfungsgesetze. Ich schöpfe ab, was geht und wer Fragen stellt wird vor die Tür gesetzt. Außerdem halte ich sie fern von diesen ganzen negativen Einflüssen. Dieser ganze Schweinskram. Das geht ja schon in der Grundschule los mit pornografischen Büchern.”
“Achso, du meinst das Kinderbuch.”
“Kinderbuch? Das war übelste Pornografie! Da standen Dinge drin, die habe ich noch nicht mal gewusst und dann noch mit Bildern. Zum Glück hat der Martin das Buch fotografiert. Er hat sich die Last aufgeladen, dass ganze zu analysieren und schließt sich jeden Abend mit den Fotos in seinem Zimmer ein, damit er einen ausführlichen Bericht schreiben kann. Das ist eine sehr schwere Aufgabe, die ihm nicht einfach fällt und sich schon Monate hinzieht. Ich höre ihn schmerzvoll stöhnen, während er sich die Fotos ansehen muss.”
“Ja, Peter, die Frühsexualisierung ist sehr schlimm. Das ist aber von oben gewollt, damit die Kinder den Eltern Dinge erzählen und die Eltern, voller Scham darüber, nie wieder mit ihren Kindern sprechen. Das soll die deutsche Familie zerstören.”
 “So ist es, Jo. Die Pubertät tritt dadurch auch immer früher ein, damit die Kinder schneller erwachsen werden und eher ihren Sklavendienst antreten können. Die schauen sich das Buch an und schwupp, schon menstruieren sie. Und einen Tag später sind sie schwanger. Durch die Reihe weg. Die Jungen und die Mädels.”
“Ja so ist es.  Wir müssen darüber mal eine Sendung machen. Aber im Moment haben wir andere Sorgen. Kannst du eventuell beim Schöpfer mal nachfragen, ob er uns Hilfe schicken kann? Du als Auserwählter, als der Verhüter der Schöpfungsgesetze...”
“Könnte ich, aber nur für Vereinsmitglieder, ich meine Staatsbürger des Königreiches. Warst du schon beim Seminar?”
Nachdem Jo sich verbindlich für das nächste Seminar angemeldet hatte und versprach die Seminargebühren in der nächsten Woche zu überweisen, versprach seine Durchtriebenheit beim Schöpfer ein gutes Wort für die Vier einzulegen. Doch hatte es Peter plötzlich ziemlich eilig.
"Jo, ich muss Schluss machen.", sagte er ganz aufgeregt. "Das Königreich wird wieder überfallen. Hundertschaften der BRD GmbH fallen hier ein. Ich muss mein Land verteidigen. Tschüß Jo." Doch legte er nicht gleich auf und so konnte man im Hintergrund noch mithören.
"Nix Hundertschaften. Ich bin allein. Krabowski mein Name. Gerichtsvollzieher. Ich bin hier wegen der Rechnung vom Kostümverleih. Die ist nun schon fast ein Jahr überfällig. Es geht um eine Krone, ein rotes Königsgewand, ein altes Buch  und ein Schwert..." Dann legte Jo auf, war zufrieden und sprach: „Das hat sich doch gelohnt. Wusst ich es doch. Hilfe naht.“

Fortsetzung folgt... und zwar genau hier!