Dienstag, 5. März 2013

Protokoll der 1. Sitzung des Stammtisches Saubere Himmel Gruppe Ganymed


Ich bin Lord Stultissimus, selbsternannter Sprecher des Sauberen Himmel Stammtisch Ganymed. Leider hat sich Frau Fischer bisher noch nicht gemeldet. So gehen wir davon aus, das es keinerlei Einwände ihrerseits gegen unsere Gruppe gibt und haben bereits am gestrigen Abend unsere erste Stammtischgruppensitzung abgehalten. Gemäß der Leitlinie zur Qualitätssicherung der sauberen Stammtische wurde von mir das vorgeschriebene Protokoll ordnungsgemäß erstellt und an Frau Fischer gechannelt sowie in Kopie gemailt.

Protokoll der 1. Sitzung des Stammtisches Saubere Himmel Gruppe Ganymed

Sternzeit 1.23,666.69

Anwesende: Ich, Lord Ebriosus, Lady Nada, Salusa, Lord Monka, Sananda, Jabba, Nalda, Ephros und irgend so ein Typ mit einer Videokamera, der immer “Ja genau... hmmm... stimmt... Privatrecht... Willensbruch” genuschelt hat.

1. Wahl Bestimmung des Stammtischsprechers

Ganz im Sinne der Tradition bei Sauberer Himmel, habe ich beschlossen, den Stammtischsprecher nicht wählen zu lassen, sondern mich zum Selbigen bestimmt. Salusa war damit nicht einverstanden und forderte eine Abstimmung darüber, ob es Wahlen geben sollte oder nicht. Praktisch gesehen eine Vorwahl. Der Mann hinter der Kamera meinte, es gebe keine gesetzliche Grundlage dafür, da das Wahlgesetz hierzu ungültig wäre. Ich habe zwar kein Wort davon verstanden, aber stimmte ihm zu und verhinderte mit meinen mir selbst zugebilligten Veto diese Vorwahl. Salusas erneute Forderung auch darüber abzustimmen, ob der Mann hinter der Kamera überhaupt ernst zu nehmen wäre, stieß auf allgemeines Desinteresse, da in diesem Moment der Kellner das Essen brachte. Nachdem alle gespeist hatten, wollte Salusa allerdings die Diskussion hierüber nicht mehr fortsetzen, sondern stammelte nur völlig unverständlich vor sich hin: “Wasssa...Wassa”. Keine Ahnung was er wollte. Ich denke aber nicht, dass es an der Tabascosoße gelegen hat, die mir in einen unbeobachteten Moment versehentlich in sein Essen gefallen ist.

2. Spendengelder

Hier habe ich mich bereit erklärt, die Verwaltung der Gelder zu übernehmen und über deren Verwendung allein zu entscheiden. Das ist nur mehr als fair, da ja die Anderen schon die Gelder einsammeln dürfen. Da alle damit beschäftigt waren, zu beobachten wie Salusas Kopf rotleuchtend pulsierte und er dazu im Rhythmus immer noch “Wassa...Wassa” hechelte, gab es keine Einwände dagegen. Somit wurde der Antrag mit einer Stimme und acht Enthaltungen angenommen. Die Stimme des Mannes hinter der Kamera wurde im Nachhinein als ungültig erklärt, da er sich nicht korrekt ausweisen konnte.

3. T-Shirt Bestellung:

Ich möchte mein Shirt in schwarz, Lady Nada ihres in rosa, pink oder lila. Ihre Chemtrails würde Sie gern vertikal aufgedruckt haben, da Längsstreifen schlanker machen. Ebriosus will seines in gelb, Salusa scheint es egal zu sein, jedenfalls kam keine verständliche Antwort aus seinem Mund, und Nalda und Ephros hätten diese gern als Muskelshirt, Feinripp in weiß. Sananda wäre ein Gewand lieber, da er keine Shirts trägt. Der Mann hinter der Kamera bestand auf braun.  Bei Jabba sind wir uns nicht ganz sicher. Auf unsere Frage antwortete er “Kruml Daggo Jabba fundis”. Vielleicht wissen sie was das heißt. Wir denken grün.

Wegen der Beschriftung hätten wir folgende Wünsche:
  • “Sieht’s bei den Engeln aus wie Schwein, Sauberer Himmel macht es rein.”
  • “Weltuntergang, dass find ich stark, drum fahr ich in die Uckermark.”
  • “Himmel mit Wolken, das darf nicht sein, früher gab’s nur Sonnenschein.”
  • “Wenn die Sonne nicht mehr lacht, wurde gesprüht oder es ist Nacht.”
  • “Weil Wolken ich nicht leiden kann, verklag ich heut den Wettermann.”
  • “Wenns regnet geht der Eimer rum, dann sammeln alle Barium”

4. Aktion "Frisch gestrichen gesprüht"

Damit der Erdenhimmel wieder in frischen Farben leuchtet, werden wir in Abstimmung mit der ollen Gaia den Anstrich erneuern. In den letzten Wochen wurde bereits grundiert, deswegen war der Himmel etwas grau. Diese Arbeiten sind aber soweit abgeschlossen, so dass in den nächsten Tagen mit dem Versprühen der blauen Farbe begonnen werden kann. Die Idee von Lady Nada, die ganze Sache etwas aufzulockern und mit lustigen Streifenmustern und noch NIE dagewesenen Wolkenformationen interessanter zu gestalten, wurde einstimmig angenommen. Diverse Vorschläge hierfür werden im Laufe des Jahres und in unregelmäßigen Abständen am Himmel ausgebracht, so dass am Ende des Jahres über die endgültige Gestaltung abgestimmt werden kann. Wir überlassen es der Sauberen Himmels Zentrale eine entsprechende Vorauswahl zu treffen und die Fotos zur Abstimmung auf der offiziellen Heimseite vom Sauberen Himmel zu veröffentlichen. Wir bitten Sie aber die Namen der drei teilnehmenden Künstler Bill, David und Ken unter die Fotos zu schreiben. Wir sind gespannt, wer den Wettbewerb gewinnt.

Da wir inzwischen heraus gefunden hatten, dass Salusa wohl unter ziemlichen Durst litt, sind wir an dieser Stelle zum geselligen Teil übergegangen und haben mit ein, zwei, ... Bechern 'IW Hlq auf den Erfolg unseres ersten Stammtisches angestoßen. An dieser Stellen enden auch meine Notizen und Erinnerungen. Das erste, an was ich mich wieder erinnern kann, ist Lady Nada im Bett neben mir. Ein kosmisches Gesetz, denn Abende in der kleinen Taverne auf Ganymed enden irgendwie immer so, beziehungsweise beginnt der Morgen danach jedes Mal mit Lady Nada und einem dröhnenden Schädel. Nur stand diesmal der Mann mit der Kamera neben dem Bett und faselte was von Chemtrails und Erektionen. Ich habe kein Wort verstanden, sondern Willensbruch begangen und ihn mit Verweis auf mein Privat(sphären)recht des Raumes verwiesen.

Ich bin Lord Stultissimus und ich sage euch ’Iw HIq ist ganz übles Zeug, aber ganz ganz übel. Viel übler als Barium und Aluminium zusammen.